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Captain America und Bucky

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Re: Captain America und Bucky

Beitrag von James Barnes am Mo Apr 06, 2015 9:27 pm

Ja, dadurch, dass Steve und ich des öfteren bei schlechtem Wetter unterwegs waren, hatten wir wirklich die besseren Abwehrkräfte. Wenn eine Grippewelle durch Brooklyn und die anderen Stadtteile von New York zog, waren wir dann meist von dieser verschont worden, oder schneller wieder auf den Beinen, als die anderen Kinder. Bei Regen unterwegs zu sein, hatte natürlich seine Vorteile, auch wenn der Nachtteil darin bestand, dass man Klitschnass nach Hause kam. Bei meiner Mutter hatte ich da immer so die Schwierigkeiten, daher gingen wir auch meist zu Steve nach Hause. Das waren schon Zeiten. Dann begann Steve über die Frauenwelt zu Philosophieren und ich konnte nichts anderes als schmunzeln. „Du wirst mit deinen Reden wirklich irgendwann Menschenmassen bewegen können“, antwortete ich und nahm einen erneuten Schluck meines Biers, bevor ich wieder auf Claires Foto blickte. Die Frauenwelt war wirklich ein unerforschtes Mysterium. Dennoch, ich hatte das Gefühl, dass irgendetwas mit Claire war, wovon ich hätte wissen müssen. Keine Ahnung woher das Gefühl kam, es war einfach da und höchstwahrscheinlich auch noch Schwachsinn. Was sollte denn mit Claire sein, was ich hätte wissen müssen? Schwanger konnte sie nicht sein. Das hätten wir doch irgendwie bemerkt, oder? Wenn ich da an unsere letzte gemeinsame Nacht dachte. Ich wusste es eben nicht und wohl genau das brachte mich zu Nachdenken. Was, wenn sie wirklich Schwanger war und ein Kind auf die Welt brachte, von welchem ich der Vater war? Ich würde es nicht wissen. Aber Claire würde es mir ja schreiben, schließlich kann ich mich entsinnen, dass auch ich ihr meine Adresse gegeben hatte. So etwas wichtiges würde sie mir doch schreiben, oder? Sie würde es mich wissen lassen, wenn ich Vater werden würde. Das jedenfalls dachte ich. Dass dem nicht so war, wusste ich nicht und das sich mein Verdacht bestätigen würde, dass ich Vater werden könnte, wusste ich zu dem Zeitpunkt auch noch nicht und mir war es nicht vergönnt, es überhaupt zu wissen. Erst viele viele Jahr später, würde ich erfahren, dass ich eine Tochter habe. Dann legte Steve seinen Arm um mich und meinte, wenn der Krieg gewonnen ist, würden wir nach Frankreich fahren. In meinen Augen musste eine gewisse Freude aufblitzen, denn ich sah ihn gleich auf seinen Satz strahlend an. „Du würdest mich nach Frankreich begleiten?“ Natürlich war das keine Frage, er würde mich wahrscheinlich überall hin begleiten, wenn ich ihn darum Bitten würde, aber die Bitte hatte ich noch nie ausgesprochen. Ich war mir selbst unsicher, ob ich diesen Schritt wagen sollte und dennoch hatte ich mir in der letzten Zeit genau darüber Gedanken gemacht. Nach Kriegsende nach Frankreich zu fahren und dort hoffentlich Claire anzutreffen. Dass mein Freund das nun ansprach war beinahe unglaublich. „Steve das…das machen wir. Du weist gar nicht, was für einen großen Gefallen du mir damit machst,“ erklärte ich ihm. Mein lächeln verflog kein Stück. Steve hatte schon immer gute Ideen, aber diese Idee, dass er das selbst ansprach, ich konnte gar nicht sagen, wie dankbar ich da meinem Freund war. Ich wandte mich mit mehr Elan meinem Brief zu, er würde so schnell wie möglich fertig werden und ich würde ihn so schnell es ging abschicken. Wenn ich denn nur wüsste, dass ich ihn eben doch nicht so schnell wie möglich abschicken würde und dass er noch später an seinem Ziel ankommen würde. Hätte ich es gewusst, hätte ich ihn vielleicht schon am nächsten Tag abgeschickt. Aber ich wusste es eben nicht. Ich nahm die Feder wieder in die Hand und sah auf, als Steve mir versicherte, dass er das Medaillon nicht verlieren würde, dass es sein größter Schatz wäre. Es zauberte mir fast noch ein größeres lächeln auf die Lippen. „Weis ich doch,“ antwortete ich zu beidem, sowohl auf das, dass er das Medaillon nicht verlieren würde, sowohl als auch darauf, dass er mich beschützen würde. „Dann weist aber du hoffentlich auch, dass ich dir nicht von der Seite weichen werde. Als Teil des Howling Commandos werde ich dafür sorge tragen, dass du ebenso nach Hause kommst. Ohne meinen Freund wäre ich hier doch verloren“, fügte ich dann noch hinzu. Es war wirklich so, wäre Steve nie da gewesen, dann wäre ich längst nicht da wo ich heute bin. Vielleicht hätte ich nicht mal den Mut dazu gehabt zum Militär zu gehen, um die Menschen zu beschützen, die mir wichtig sind. Vielleicht hätte mich der Streit meiner Eltern auch irgendwann innerlich zerrissen, hätte ich nie bei Steves Elternhaus willkommen sein können. Aber das ´hätte´ war nicht. Ich hab Steve kennengelernt. Es schien so als hätte das Schicksal uns zusammengeführt, als hätte es gewusst, dass wir uns brauchen um heute da zu sein, wo wir sind. Um Hydra das Handwerk zu legen. Ich blickte mit meinem anhaltenden lächeln wieder auf die Zeilen des Briefes um sie fortzusetzen. Als Steve aber erwähnte, ich sei immer noch ein Trottel, sah ich mit einem schelmischen grinsen auf. Ich lauschte seinen Worten und überlegte kurz. Ich dachte an damals, an den Abend in der Kneipe, als Miss Carter aufgetaucht war, in ihrem roten Kleid. Natürlich hab ich versucht, mit ihr ins Gespräch zu kommen. Schließlich wollte ich wissen, ob ich meinen Charme, den manche Frauen wohl nicht schlecht fanden, nicht durch Hydra verloren hatte. Aber mir war klar, dass Steve nun ebenfalls ein Frauenmagnet sein musste. Aber nicht wegen seinem Aussehen, vielleicht bei manch anderen bei seinem Aussehen, aber ich war mir sicher, den ganz besonderen Charakter meines Freundes würde irgendwann eine Frau erkennen. Den besonderen Charakter, den Steve durch das Serum zum Glück nicht verloren hatte, wusste ich, dass Agent Carter schon vor seiner „Verwandlung“ erkannt haben musste. Es war nur eine Frage der Zeit bis eine Frau wirklich erkennen würde, was an Steve besonders war, sein Mut, seine Herzlichkeit, Gutmütigkeit und Hilfsbereitschaft…es gab ebenso vieles über ihn zu berichten, was ihn als besten Freund auszeichnete und genau das hatte Agent Carter auf erkannt. Ob nun mit oder ohne Serum, er musste nicht Captain America sein um Frauen zu beeindrucken. Er musste einfach nur er selbst sein und das ist er auch. Alle anderen Frauen die das nicht erkennen, haben Steve auch nicht verdient, aber wenn ihn jemand verdient hatte, dann Miss Carter. Und ich glaube, ich konnte erahnen, worüber Steve nachzudenken schien. Ich lachte leicht. „Und du bist nach wie vor ein Idiot. Sie mag dich, Steve. Mach dir doch keine Gedanken wegen eures Rangs. Wenn der Krieg vorbei ist, könnt ihr machen, was ihr wollt. Liebe kann man nicht verbieten und ganz ehrlich, Miss Carter ist ja nett, aber wenn sie jemand verdient hat, dann du. Mein Herz ist bei Claire…“ Ich blickte kurz auf das Foto. „…und wird es immer sein. Lade sie doch ein, nach Kriegsende mit uns nach Frankreich zu kommen. Wir machen uns dort ein paar schöne Tage. Sie kann Claire kennen lernen…“ Ich stoppte kurz. Wenn Claire da war, wenn sie in Frankreich war und wenn sie bis dahin auf mich warten würde. Das wollte ich eigentlich sagen und dennoch erwähnte ich noch etwas ganz anderes. „Und ich freu mich, wenn du Claire kennen lernen wirst, Steve.“ Dann allerdings wandte ich mich wirklich an meinen Brief, mit einem dankenden nicken, dass mein bester Freund sich dazu bereit erklären würde, über den Brief drüber zu sehen. Ich war froh, einer von denen zu sein, die wohl den besten Freund hier auf Erden gefunden hatten. Also, wo war ich stehen geblieben? Ich setzte meine Feder wieder auf das Pergament, nachdem ich erneut einen Schluck von meinem Bier nahm.

Liebe Claire,

Eigentlich fallen mir immer irgendwelche Worte ein. Aber zurzeit fehlen mir die Worte. Es ist viel passiert, seit wir uns das letzte Mal gesehen haben. Womit fange ich also an? Während ich dir diesen Brief hier verfasse, sitze ich in unserer alten Kneipe, hinter Nannys Bücherladen. Kannst du dich noch an unser erstes Treffen erinnern? Ich hätte damals gedacht, sollten wir uns mal aus den Augen verlieren, dass wir dann wüssten, wo wir den jeweiligen anderen wieder antreffen könnten. Und nun sitz ich hier und weis nicht wo du bist. Ich weis nicht, was ich falsch gemacht habe. Du hast mir nie ein Anzeichen gegeben, dass du einfach so verschwinden wollen würdest. Ich hoffe, dass es dir, wo auch immer du jetzt sein magst, gut geht. Ich hab da nämlich so ein Gefühl, dass irgendetwas nicht in Ordnung ist. Ich weis, ich mit meinen Gefühlen. Aber Bitte, auch wenn du den Brief hier etwas später bekommst, pass auf dich auf. Es sind harte Zeiten. Mir geht’s auch gut. Nun, dass es mir gut geht, habe ich wohl Steve zu verdanken. Du kannst dich doch noch an ihn erinnern? Ich hab dir schon von ihm erzählt, mein bester Freund seit Kindertagen. Er sitzt neben mir in unserer alten Kneipe, Claire. –

Ich lies das Geräusch von einem Kratzen, einer Feder über Papier, kurz verstummen und rieb mir matt über die Augen. Ich wurde in letzter Zeit schneller müde. Vielleicht lag es einfach daran, dass ich früher ja auch nicht alle Tage eine Hydra Station, als Mitglied im Howling Commando meines besten Freundes, in Grund und Boden stampfte…oder auch einfach daran, dass mich die Tage auf Hydras Isolierstation noch im Schlaf verfolgten. Wie dem auch sei, wir mussten uns ja noch um zwei Zimmer hier kümmern. Ich glaub heute wollte keiner von uns mehr nach draußen. „Was meinst du, ob wir hier noch zwei Zimmer bekommen? Claire hat mir damals erzählt, dass der Preis hier nicht teuer ist, dafür sind die Betten aber auch nicht so bequem. Aber wir sind schon schlimmeres gewöhnt.“ Ich legte ihm dann eine Hand auf die Schulter. „Und Morgen kannst du den Brief von deiner Mutter an deinen Vater lesen, wenn du dich dafür bereit fühlst. Ich steh da an deiner Seite, wenn du das möchtest.“

James Barnes

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Re: Captain America und Bucky

Beitrag von Steven Rogers am Mi Apr 08, 2015 11:47 am

Die gute alte Kindheit war in weite Ferne gerückt und ich wollte, dass die Kinder von morgen genauso ein schönes Leben haben konnten wie ich. Sicher es war nicht alles perfekt und es gab auch oft streit, aber dennoch war es eine tolle Zeit gewesen. " Ja. Bis jetzt habe ich es ach ganz gut hinbekommen. Die Menschen sehen in mir, in Captain America, die Hoffnung und den Mut weiterzumachen. Auch wenn sie Situation aussichtslos erscheint. Nicht durch die Soldaten wird der Krieg gewonnen, sondern durch das Beten und die Unterstützung derer die zu Hause auf sie warten!" Jetzt fing ich schon wieder an eine große Rede zu schwingen, aber ich konnte es irgendwie nicht lassen. Mittlerweile war ich es gewohnt. Dann lächelte ich Bucky " Klar. Ich wollte schon immer mal in das Land...und zum Eiffelturm. Er soll riesig sein, aber kein Gebäude der Welt wird so toll sein wie die Freiheitsstatue oder das Empire State Building!" Jeder hat seine Bauden doch am liebsten oder nicht? Doch auf den Eiffelturm würde ich wirklich gerne einmal wollen. " Doch. Es wird ein großer Gefallen sein, aber es macht dich glücklich und das ist alles was zählt!" Nun trank ich mein Bier aus und bestellte mir noch eines. Durch das Serum hatte ich den Vorteil, dass ich nicht betrunken werden konnte. Man konnte es aber auch als Nachteil sehen. Kam drauf an wie man es sah. " Ja, das ist mir durchaus bewusst und ich werde dafür Sorge tragen, dass ihr alle nach Hause zurückkehren werdet. Jeder einzelne von euch, soll seine Familie wieder in den Armen halten können und den Krieg werden wir gewinnen. Das verspreche ich dir!" Ja den Krieg würden wir gewinnen, aber dass alle wieder nach Hause zurückkehren werden, konnte ich nicht halten. Doch das würde ich noch früh genug feststellen. Ich würde meinen besten freund verlieren und New York City retten, indem ich mein eigenes Leben aufs Spiel setze, aber das wusste ich zu diesem Zeitpunkt ja noch nicht. Wenn ich es gewusst hätte, dann wäre einiges anders gekommen. " Ohne dich wäre Brooklyn ein Nichts. Der Dümmste wäre ja dann weg und du bist selbstredend immer noch ein Trottel. Agent Carter ist........nicht meine Klasse!" Sicher ich mochte sie, sehr sogar aber ob man da gleich von Liebe sprechen konnte? Es war eine gute Frage und außerdem wusste ich nicht wie sie zu der ganzen Sache steht oder ich war einfach nur blind? So sicher war ich mir bei nichts. " Mit Agent Carter nach Frankreich? Du hast doch nicht vor, dass wir alle vier nach Paris gehen oder? Es ist die Stadt der Liebe. Hast du was bestimmtes vor? ja, ich würde sie gerne mal kennen lernen. Wenn sie dein Herz hat, dann kann sie nur nett sein!" War zumindest meine Meinung. Es gehörte schon etwas dazu, wenn man Buckys Herz erobert hat. Während Bucky schrieb, holte ich den Brief von meiner Mutter heraus. Ob ich Agent Carter auch einen schreiben sollte? Oder kam das blöd herüber? Ich war mir einfach nicht sicher und deshalb trank ich einen großen Schluck von meinem Bier, was mir nebenbei hingestellt wurde. Bucky hörte auf zu Schreiben und ich sah zu ihm auf. " Ja, das wäre vielleicht eine gute Idee!" Schon stand ich auf und lief zur Theke. Dann unterhielt ich mich mit dem Wirt. Er wollte uns sehr gerne helfen, aber er meinte auch, dass nur noch ein Zimmer frei wäre, weil die anderen freien Zimmer reserviert sein. Ich nahm das Zimmer dennoch. Es würde mi Nichts ausmachen, mir mit Bucky ein Zimmer zu teilen. Wir hatten schon schlimmeres erlebt und durchgemacht. " Vielen Dank!" meinte ich dann nur und kam zu Bucky zurück. " Es ist nur noch ein Zimmer frei. Es macht dir doch Nichts aus, wenn wir uns eines teilen oder?" Kurz grinste ich. Dann sah ich auf den Brief, der immer noch auf dem Tisch lag. Hatte ich ihn vergessen mitzunehmen? Bucky hatte bestimmt gut Acht darauf gegeben. Dessen war ich mir sicher. Sollte ich ihn heute noch lesen oder doch erst morgen? Würden wir morgen überhaupt dazu kommen? Sollte ich außerdem einen Brief an Agent Carter verfassen? All diese Fragen kamen mir auf. Erneut kam ich zu dem Schluss, dass ich einfach zu viel über Dinge nachdachte und das war nicht immer so gut.

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Re: Captain America und Bucky

Beitrag von James Barnes am Mi Apr 08, 2015 5:05 pm

Ich musste lächeln, Steve verfiel immer in große Reden. Doch sie passten zu ihm, ich konnte mir seine gelegentlichen Reden schon gar nicht mehr aus dem Alltag denken. Denn sie hatten immer eine Wahrheit darin und das macht seine Reden aus, auch weil er immer zu seinen Worten stand. Dann kam Steve auf den Eifelturm zu sprechen. „Ich bin mir sicher vom Eifelturm hat man eine mindestens genauso atemberaubende Aussicht, wie vom Empire State Building oder der Freiheitsstatue.“ Wenn man schon in Frankreich war, sollten wir uns den Eifelturm wirklich nicht entgehen lassen. Wenn ich nur gewusst hätte, dass es so weit nie kommen würde. Ich würde nie den Eifelturm Hautnah vor mir sehen können, nicht in dieser Zeit. Aber bis dahin war ich schon mit meinen Gedanken in Frankreich bei Claire. Als Steve dann erwähnte, dass es mich glücklich machen würde und das es das einzige sein würde, was zählt wich auch trotz meiner Müdigkeit mein Strahlen kein Millimeter. Ich konnte mich wirklich glücklich schätzen, einen Freund wie Steve zu haben. Den besten Freund überhaupt. Diesen Abend hier mit Steve zu sitzen und einfach nur zu reden, konnte nichts übertreffen. Wie lang hatten wir schon nicht mehr solch eine Ruhe gehabt? Ich konnte mich nicht erinnern, dass wir auf unseren Missionen so ausgelassen über viele Sachen reden konnten. Gut, unsere Missionen waren auch immer mit Zeitdruck verbunden. Das Howling Commando, wir, bauten unweit der Hydra Stationen unser Lager auf, besprachen unser vorgehen, warteten manchmal ein paar Tage ab, bis wir unsere Umgebung genau kannten und wussten wie man in die Stationen kam und machten uns nach unserer Mission auf zur nächsten. Da war kaum ein Abend an dem man vollkommene Ruhe hatte, schließlich war man angespannt, ob am nächsten Tag alles glatt laufen würde. Hin und wieder gab es den ein oder anderen Abend, an dem ein paar Männer des Howling Commando meinen mussten einen Armdrücken Wettkampf austragen zu müssen, was unter anderem dann schon mal sehr unterhaltsam war, aber das war es dann auch schon. „Wir werden alle nach Hause kommen,“ bestätigte ich dann ebenfalls. Natürlich würden wir das. Jeder passte auf jeden auf. Ich würde darauf aufpassen, das Steve wieder nach Brooklyn kam und dass das mit Agent Carter etwas werden würde und dann würden wir nach Frankreich gehen, ein paar Tage. Vielleicht würde ich für immer dort bleiben. Wer wusste das schon? Aber damit gerechnet, dass alles anders kommen konnte, hatte ich nicht. Nicht zu diesem Zeitpunkt und erst recht nicht an diesem Abend. Als Steve dann erneut Frankreich ansprach, genauer gesagt Paris und ob ich nicht was bestimmtes vorhatte, schmunzelte ich. „Was bestimmtes nicht, obwohl. Lass es auf die zukommen. Agent Carter würde der Ausflug sicher gefallen. Und ja, Claire ist was besonderes. Ihr würdet euch sicher gut verstehen. Sie schwingt auch gern mal größere Reden, so wie du,“ ich blickte erneut auf das Bild. Doch Momentan war sie soweit entfernt, so nahm ich an, dass unser Vorhaben noch weit in die Ferne rückte, obwohl ich schon das ein oder andere Plante. Sie könnte uns ihr Heimatdorf zeigen, Reiseführer in Paris spielen und vielleicht würde sich da ja wirklich was zwischen Agent Carter und meinem besten Freund entwickeln. Aber ich wusste auch, dass das Zeit zu brauchen schien. Wenn die beiden füreinander bestimmt waren, würden sie auch zueinander finden. Ich würde nur gelegentlich einen Stoß in die richtige Richtung geben. Ich hatte mich kurzzeitig wieder meinem Brief zugewandt, als ich aber aufsah und ein fast noch ganz volles Bierglas neben Steve sehen sah, zog ich amüsiert eine Augenbraue hoch. „Muss ja eine super Sache sein, dieses Serum. Hat der Erfinder aber nicht auch daran gedacht, dass die Sache mit dem Betrunken werden nicht doch mal ein Nachtteil werden könnte?“ Ich nahm von meinem Bier einen erneuten, großen Schluck und setzte dann die Feder wieder aufs Papier. Als sich Steve kurz zum Wirt verabschiedet hatte, wohl um wirklich nach Zimmern zu fragen, blieb mein Blick verwundert auf einem Brief an der Theke hängen. Steve musste ihn herausgelegt und liegen gelassen haben. Wohl hatte er überlegt, ihn zu lesen. Ich trank den letzten Rest meines Biers aus, bevor ich mich kurz umblickte. War da noch jemand, der zufälligerweise neugierig auf das Stück Papier sein könnte? Keine Blicke waren auf den Brief gerichtet, so nickte ich zu frieden. Ich würde schon aufpassen, dass niemand, außer Steve selbst den Brief lesen würde. Von seiner Mutter an seinen Vater. Hoffentlich stand da nicht noch etwas drinnen, was meinen besten Freund aus der Bahn werfen würde. Das heute in Steves Elternhaus war schon genug. Ich wandte mich wieder meinem Brief zu, mit einem letzten kurzen Blick zu den anderen Kneipengästen.

Liebe Claire,

Eigentlich fallen mir immer irgendwelche Worte ein. Aber zurzeit fehlen mir die Worte. Es ist viel passiert, seit wir uns das letzte Mal gesehen haben. Womit fange ich also an? Während ich dir diesen Brief hier verfasse, sitze ich in unserer alten Kneipe, hinter Nannys Bücherladen. Kannst du dich noch an unser erstes Treffen erinnern? Ich hätte damals gedacht, sollten wir uns mal aus den Augen verlieren, dass wir dann wüssten, wo wir den jeweiligen anderen wieder antreffen könnten. Und nun sitz ich hier und weis nicht wo du bist. Ich weis nicht, was ich falsch gemacht habe. Du hast mir nie ein Anzeichen gegeben, dass du einfach so verschwinden wollen würdest. Ich hoffe, dass es dir, wo auch immer du jetzt sein magst, gut geht. Ich hab da nämlich so ein Gefühl, dass irgendetwas nicht in Ordnung ist. Ich weis, ich mit meinen Gefühlen. Aber Bitte, auch wenn du den Brief hier etwas später bekommst, pass auf dich auf. Es sind harte Zeiten. Mir geht’s auch gut. Nun, dass es mir gut geht, habe ich wohl Steve zu verdanken. Du kannst dich doch noch an ihn erinnern? Ich hab dir schon von ihm erzählt, mein bester Freund seit Kindertagen. Er sitzt neben mir in unserer alten Kneipe, Claire. Er hat mich aus einer ziemlich brenzligen Situation gerettet. Aber keine Sorge, wie schon erwähnt, mir geht’s gut, ihm auch und das Howling Commando ebenfalls. Hast du schon davon gehört? Steve hat sich etwas verändert, aber nur körperlich, sein Charakter ist immer noch der Gleiche geblieben und darüber bin ich wirklich froh. Ihr würdet euch gut verstehen, er kann genauso große Reden halten wie du, meine Liebe. Aber um auf den Punkt zu kommen, das Howling Commando, solltest du nicht davon gehört haben, wurde von ihm gegründet. Ich darf mit Stolz sagen, dass ich einer dieser Männer des Howling Commandos bin und meinem besten Freund zur Seite stehe. Ich kann mir schon vorstellen, dass du jetzt ziemlich verwirrt bist, aber solltest du jemals von Captain America oder dem Howling Commando hören, weist du, dass ich unter diesen Männern an der Seite von Captain America kämpfe und nie weit weg bin-

Ich sah auf, als ich meinen besten Freund hörte und beendete somit mein Schreiben vorerst. „Scheint so als wollten heute mehrere Leute nicht mehr raus in diesen Sturm. Sonst ist die Kneipe nie voll ausgebucht.“ Ich blickte kurz zu dem Brief von Steves Mutter an Steves Vater. „Hab drauf aufgepasst, solange du weg warst. Willst du ihn heute noch lesen?“ fragte ich ihn. Er sollte es entscheiden. Ich würde bei ihm bleiben, wenn es ihm hilft. „Sonst können wir meinetwegen bald schon mal das Zimmer suchen gehen. Die Kneipe wirkt zwar klein, aber hier kann man sich ganz schön verlaufen. Mir mit dir ein Zimmer zu Teilen, ist verglichen mit dem was wir schon alles durchgestanden haben, ein Segen.“ Das war es auch, früher hatten wir ja immer die Kissen auf den Boden gelegt, da Zelten draußen an den Tagen wo wir sowas vorhatten, nie gutes Wetter gab. Als wollte das Wetter, dass wir draußen nicht unser Zelt aufbauen. Außerdem waren wir mittlerweile durch einige Hydra Stationen gemeinsam hindurchmarschiert, dass sich ein Zimmer zu Teilen nicht mal unter die Kategorie schlimm eingeordnet werden konnte. Gut, sich mit Dum dum Dugan ein Zimmer zu teilen, konnte unangenehm werden. Keiner Schnarchte so laut, wie er.

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Re: Captain America und Bucky

Beitrag von Steven Rogers am Fr Apr 10, 2015 11:44 am

" Lass es uns herausfinden Buck. Der Ausblick wird nur ein anderer sein. Ich frage mich ob Paris bei Nacht genauso toll aussieht, wie New York bei Nacht? Die Erbauer solcher Monumente sind wirklich Genies gewesen, so wie unser guter Howard. Wer weiß was er später einmal erbaut, dass das Empire State Building bei weitem übertrifft?" Wer wusste es denn schon? Es würde sicherlich noch größere Bauwerke geben eines Tages. Wenn der Krieg vorüber war, dann würde ich mit Bucky nach Frankreich fahren und dort Claire suchen. Ihm scheint viel an ihr zu liegen. Sehr viel. Wenn ich doch nur gewusst hätte, dass alles anders kommen wird, dann hätte ich sicherlich nicht so darüber gedacht. Ich genoss die herrliche Ruhe zusammen mit Bucky. Selten sind diese Moment in letzter Zeit geworden, was beim Howling Commando nicht verwunderlich war. Jeden Abend mussten sie sich beim Armdrücken beweisen oder sie prügelten sich um ihre Stärke zu demonstrieren. Es musste immer einen Stärksten geben und ich war manches mal fast gewillt einzugreifen und ihnen allen zu zeigen, dass es keinen gibt der stärker ist als ich, aber bis jetzt konnte ich mich ganz gut zurück halten. Auch wenn ich zugeben mussten, dass wir es wirklich mal brauchen ein bisschen herum zu albern und unsere Kräfte zu messen. Was kamen wir denn sonst dazu? Man musste das Leben ja so erträglich wie möglich machen. Jede dieser Männer würde mir ohne zu Murren in den Krieg und sogar in den Tod folgen wenn es sein musste. Ganz vorne an Bucky. Ein Leben ohne ihn könnte ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Was sollte Brooklyn nur ohne den Trottel machen? Bei diesem Gedanken musste ich lächeln. Ja. Idiot und Trottel. Diese Spitznamen hatten wir uns damals gegeben. Ich erinnere mich noch genau daran. Bucky hatte mir nicht zugetraut, dass ich jemals in der Armee bestehen würde und wir haben uns zum Abschied diese Worte zugeworfen und Bucky hatte mir versprochen diesen Krieg nicht zu gewinnen, bevor ich dort war. Er hat sein Versprechen gehalten. Ja es war damals ein interessant Tag und ich weiß noch ganz genau wie Bucky für uns ein Viererdate organisiert hatte und natürlich Howards fliegendes Auto. Es war eine wirklich gute Show und mittlerweile in den Hintergrund gerückt, denn es gab wichtigeres um dass wir uns kümmern mussten. " Ja. Wir kommen alle nach Hause. Dafür werde ich sorgen! Jeder einzelne von euch, der das mit mi durchgestanden hat, wird zu seiner Familie zurückkehren. Wir stehen das zusammen durch Bucky!" Dieser Spruch war das Symbol
unserer Freundschaft. Dann musste ich lächeln. " Wem würde eine Reise zur Stadt der Liebe nicht gefallen? Dann können Agent Carter und ich uns ein bisschen umsehen und deine Claire kennen lernen!" Ich trank wieder einen Schluck von meinem Bier. Eigentlich könnte ich die ganze Nacht durchmachen und ich hätte am nächsten Morgen weder einen Muskelkater, noch wäre ich betrunken. Es hat eben auch Vorteile ein Superheld zu sein und so ein Serum gespritzt bekommen zu haben. " Wann könnte die Sache mit dem betrunken werden denn mal ein Nachteil sein? Ich kann die ganze Nacht durchsaufen, wenn ich das möchte. Würde ich an die Götter der nordischen Mythologie glauben, dann würde ich sagen, dass ich locker mit den Asen wie Odin mithalten könnte!" Ich glaubte nur an einen Gott und dieser war es mit Sicherheit nicht. Meine Mutter lehrte mich früher immer, dass es wichtig ist an irgendetwas zu glauben. Eine kleine Sache kann einem so viel Halt geben, dass man alles überstehen kann. Nach ihrem Tod habe ich kurzzeitig den Glauben verloren. Ich fand alles ungerecht und fragte mich. Wo war mein Gott wenn ich ihn mal brauchte? Gab es überhaupt Gott? Er hätte doch eingegriffen oder war meine Mutter so ein schlechter Mensch?

'Die Glocken hallten in der Kirche und die Trauergäste verließen diesen heiligen Ort um sich zum Friedhof zu begeben. Ich schlug aber andere Wege ein. Buckys Eltern wollte mich mitnehmen, konnten mich aber nicht finden, wie er mi später erzählt hatte. Es war auch schwer mich ausfindig zu machen, da ich nach Hause lief. So hatte ich genug Zeit meine Gedanken zu ordnen und für mich selbst zu trauern. Es musste niemand da sein und ich wollte jetzt auch niemanden haben. Mutter war erst seit wenigen Minuten von dieser Welt verabschiedet wurden, aber ich hatte gerade das Gefühl, dass sie nun vollkommen von mir gegangen ist. Sie meinte immer, ich soll an eine Sache glauben. Doch momentan zweifelte ich an ihrer Aussage. Wenn es wirklich einen Gott gab, dann fragte ich mich wo er denn war und warum er den Tod von ihr nicht verhindert hat. War es Absicht oder ein Unfall? Hatte meine Mutter vielleicht etwas in ihrem Leben getan wofür sie jetzt büßen musste? Ich wusste es nicht und würde es wahrscheinlich auch niemals herausfinden. Kurz seufzte ich. Warum tat ein Abschied nur so weh? Einst dachte ich, dass ich wenigstens meine Mutter bei mir halten dürfte. Mein Vater war ja im Krieg gefallen. Als tapferer Soldat verteidigte er sein Land. Jetzt war Mutter bei ihm und würde auch neben ihm beerdigt werden. Vielleicht kam ich irgendwann über alles hinweg, aber es würde verdammt lange dauern und ich war mir nicht sicher, ob ich es überhaupt jemals schaffen würde. Doch egal wie schwer es war, eins stand für mich fest. Ich hatte Bucky der immer zu mir stehen würde.'

Ich sah zu Bucky und trank noch einen Schluck. " Ist es den Leuten denn zu verübeln? Ich mein für uns wäre das Wetter gerade perfekt, aber es birgt momentan zu viele Gefahren und wir werden noch gebraucht. Stelle dir mal vor, wir gehen raus und uns passiert etwas. Da heißt es dann überall. Captain America und Sergant Barns sind gestorben, weil sie ihre kindlichen Phantasien ausleben mussten!" Bei diesem Gedanken musste ich dann schon lachen. Es wäre einfach zu amüsant gewesen diesen Artikel zu lesen. " Danke, dass und auf ihn Acht gegeben hast Bucky. Du bist ein wahrer Freund. Was würde ich nur ohne dich tun? Was würde Brooklyn ohne dich tun?" Dann überlegte ich. " Ich weiß nicht ob ich ihn heute noch lesen möchte. Mal schauen wie Zeit ist! Wenn dann würde ich ihn eh nicht hier lesen. Es wäre mir hier viel zu laut." Schnell trank ich aus und dann brachte ich das Glas zur Theke. " Dann lass uns das Zimmer suchen. Es ist die Nummer 10. Die werden wir wohl finden!" Ich reichte Bucky die Hand un gemeinsam begaben wir uns auf die Suche nach unserem Zimmer, was wir aber relativ schnell fanden. Zum Glück waren große Metallziffern über den Türen. Schon trat ich ein und sah mich um. " Ja wir haben wirklich schon schlimmeres gemeistert. Doch zum Zelten sind wir nie gekommen. Das Wetter wollte nie, dass wir draußen übernachten. Vielleicht hätten wir ein Baumhaus bauen sollen? Das wäre effektiver gewesen. Wieso sind wir nicht schon früher darauf gekommen? Bucky hast du Lust ein Baumhaus mit mir zu bauen, wenn der Krieg vorbei ist?" fragte ich meinen alten Freund dann und klopfte ihm auf die Schulter. Dann kam mir etwas ganz anderes in den Sinn. " Wir haben hier keinerlei Wechselsachen Buck. Deshalb müssen wir uns morgen bei mir zu Hause umziehen. Irgendwo in den Tiefen meines Schrankes müsste ich auch noch Sachen von dir haben!" Ich sah mich um. Hier war auch ein Schrank, ein Bett und ein Tisch mit einem Stuhl. " Also wie schaut es aus. Wollen wir beide im Bett schlafen? Dann können wir uns wärmen wenn uns kalt ist!" neckte ich Bucky dann und grinste. Die Vorstellung war einfach zu toll. Wir würden schon etwas finden. Dessen war ich mir sicher. Heute Abend wenn Bucky schlief, würde ich dann auch den Brief lesen, zumindest hatte ich es mir fest vorgenommen. Oder sollte ich ihn jetzt schon lesen? Sicher war ich mir nicht. " Ich bin mal eben im Badezimmer. Du entschuldigst mich Buck?" Mit diesen Worten verschwand ich dann auch aus dem Zimmer. Im Bad angekommen, schloss ich kurz die Tür und warf mir dann anschließend Wasser ins Gesicht. Langsam musste ich wieder runter kommen. Die ganze Sache mit meiner Mum und den Briefen schien mich mehr mitzunehmen als ich geahnt hatte und als gut für mich war. Doch ich würde es auch noch hinbekommen. Selten hatte mich Bucky weinen gesehen. Meistens damals wo wir noch Kinder waren. Doch dieser eine Tag heute war anders. Es war eine emotionale Ausnahmesituation von mir gewesen. Vielleicht würde es Bucky oder Außenstehende irgendwann verstehen. Ich hoffte es wirklich so sehr. In dieser Kneipe gab es sogar einen kleinen Fernseher und dort lief eine der Shows von mir als Captain America. Niemand wusste wer sich hinter dem Superhelden verbarg, außer Bucky und die anderen. Es war auch gut so. Ich setzte mich auf den Rand der Badewanne und hielt den Brief in meiner Hand. Sollte ich ihn lesen oder war es besser, wenn er ungeöffnet blieb und sollte ich ihn lesen wollen, wann war der richtige Moment dafür? Mir schossen immer nur Fragen durch den Kopf, die eine Antwort erforderten, aber von mir nicht gelöst werden konnten. Ich wusste keine Antwort darauf und Bucky mit großer Wahrscheinlichkeit auch nicht.


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Re: Captain America und Bucky

Beitrag von James Barnes am Fr Apr 10, 2015 10:32 pm

Steve Sprach die Aussicht vom Eifelturm an und ich dachte nach, viel eher träumte ich kurz, wie es wohl sein würde die Aussicht mit Claire, Steve und vielleicht sogar mit Agent Carter zu genießen. Wir würden vielleicht plaudern, über einen von Claires lustigen Ereignissen aus ihrer Kindheit lachen, wenn sie davon erzählte und bei Nacht vielleicht die vielen Sterne am Himmel sehen, insofern es nicht bewölkt sein würde. Ob man genauso viele Lichter der Häuser in der Ferne sehen konnte, wie vom Empire State Building? Steve Claire vorzustellen, war eigentlich schon vor einiger Zeit mein Plan, doch bisher hatte ich ihn noch nie angesprochen. Bis zu diesem Abend. Claire würde sich freuen, wenn wir in Frankreich wären und vielleicht schafften wir beide es, ja wirklich etwas für Steve und Agent Carter in die Wege zu leiten. Claire kannte sich schließlich am besten in Paris aus. Da würde sich schon was finden, was die beiden Unternehmen könnten. Ich war in Gedanken wirklich schon ganz weit weg, in Frankreich, in Paris, bei Claire und bei den vielen Momenten, die wir Vier zusammen erleben könnten, ohne jeglichen Zeitdruck, bald wieder auf einen Einsatz zu müssen. Denn wenn der Krieg vorbei war, hätten wir unendlich viel Zeit. Hätte ich doch nur gewusst, dass überhaupt alles anders kommen würde. Erst wieder richtig kam ich aus meinen Gedanken, als Steve erneut bestärkte, dass sie alle wieder zurückkommen würden, dass wir das gemeinsam durchstehen würden. Ich nickte mit meinem freundschaftlichsten lächeln, welches beinahe noch strahlender war, als bei dem Vorschlag meines besten Freundes nach Frankreich zu gehen, wenn der Wahnsinn ein Ende hatte. Wir würden alle zurückkommen, wir standen die Sache gemeinsam durch, wie wir es immer getan hatten. Ob mich meine Eltern noch in die Arme schließen wollen würden, würde ich Morgen erfahren, wobei ich mir sicher war, mein Vater würde es tun. Für mein Vater war sogar Steve wie ein zweiter Sohn, auch wenn er ihn nicht oft gesehen hatte, so hatte er sich oft bei mir erkundigt, wie es meinem besten Freund ging, war ich mal wieder kurz zu Hause anzutreffen. Ja, Steve und Agent Carter würden Claire kennen lernen. Gott, sie würden die Frau kennen lernen, die mein Herz gestohlen hatte. Ich konnte es kaum abwarten. Würde ich mich später an diesen Abend zurückerinnern, wenn ich das überhaupt konnte, dann wäre ich traurig darüber, dass es zu diesem Tag, an dem ich meinem besten Freund und vielleicht Agent Carter, Claire vorstellen könnte, nicht gekommen ist. Gerade als meine Gedanken wieder zu Claire wandern wollten, führte Steve das mit dem ´nicht betrunken werden´ etwas aus und dessen Worte, besonders mit dieser Geschichte um Odin brachte mich zum lachen. „Du würdest dich mit Odin messen? Dass würde ich zu gerne sehen. Er ist, laut dieser Mythologie, König von Asgard. Solche Hoheiten haben meist noch ein Ass im Ärmel…möchte man den Märchen glauben.“ Früher, als ich noch klein war, hatte mein Vater mir mal ein Märchen über Asgard und den Königen und Gottheiten, die dort wohnten, erzählt. Ob man das den Kindern heute auch noch erzählte. Ich grinste, es gab bestimmt Eltern, die ihren Kindern nun von Captain America erzählten, ein Held der einem zur Seite stand, dann mussten die Kinder auch keine Angst vor irgendwelchen Albträumen haben. Das war ein netter Gedanke. Vielleicht würde er seinen Kindern, wenn er welche hätte, dann mit Claire, von Steve erzählen, natürlich so, dass es einer Gute-Nacht-Geschichte gerecht wurde. Obwohl ich mit meinen Gedanken gerade ganz woanders war, merkte ich, dass Steve nach seinem Satz mit Odin nachzugrübeln schien. Er war wohl auch in Gedanken ganz woanders, aber sicher nicht in Frankreich. Worüber er nachdachte? Ich beschloss mal, mir das zu merken, vielleicht würde ich mal nachfragen, aber gerade war ich selbst zu weit in Gedanke bei Claire…Claire…ihr lächeln, ihre Art, ihr Duft…ich vermisste einfach alles an ihr und nun wusste ich ja noch nicht mal, ob es ihr gut ging. Ich sah ihr Gesicht vor mir, als ich Steves nächsten Worte hörte, er musste wohl aus seinem Grübeln gekommen sein und ich musste losprusten. Meine Gedanken kamen wieder in der Kneipe an und ernsthaft, ich musste mich anstrengen, nicht in ein Dauerlachen zu verfallen. „Captain America und Sergant Barnes sind gestorben, weil sie ihre kindlichen Phantasien ausleben mussten? Ich trau mich wetten, dass genau das eine Zeitung über uns schreiben würde. An dir ist ein Schriftsteller verloren gegangen,“ antwortete ich, als ich mich wieder einigermaßen gefangen hatte. Als mein bester Freund auf den Brief zu sprechen kam und was er ohne mich tun würde, schüttelte ich lächelnd den Kopf. „Ohne Frage würde ich auf so etwas wichtiges, wie diesen Brief hier, aufpassen. Und das gleich gilt im übrigen auch für dich, außerdem, was würde ich Trottel denn allein ohne meinen Idioten in Brooklyn tun? Ich wäre ein einsamer Trottel der keine Ahnung hätte, welchen Unsinn er in Brooklyn anstellen sollte,“ antwortete ich ihm grinsend, bevor ich ihm eine Hand auf die Schulter legte. „Du entscheidest, wann und wo du den Brief lesen möchtest,“ erkläre ich ihm dann etwas ernster, nahm dann selbst meinen Brief und ergriff Steves mir dargebotene Hand. Hoffentlich würden wir uns nicht verlaufen…gut, ich nehme an, die Aussage von Claire damals sollte scherzhaft gemeint sein, dass die Kneipe wohl eher doch so klein war, dass man sich nicht verlaufen konnte. Als wir dann aber eine Treppe nach oben nahmen, einen Flur entlang gingen, irgendwo links abbogen, stellte ich fest, dass man die Kneipe zumindest nicht als die Kleinste bezeichnen konnte. „Ein Baumhaus? Aber klar, lass uns nur festlegen, dass wir Claire deswegen nach Brooklyn einladen, sie ist eine gute Köchin und könnte uns mit einer guten Mahlzeit versorgen. So ein Baumhaus zu bauen, wird sicher anstrengend sein, aber wir beide sollten dass ziemlich schnell hinbekommen. Vorausgesetzt wir finden einen perfekten Baum dafür. Agent Carter darf ruhig auch vorbeischauen und ihre Meinung dazu abgeben,“ antwortete ich ihm mit einem lächeln. Das könnte ein interessanter Tag werden. Sowas hätte uns schon früher einfallen sollen, denn bis zu diesem Tag würde es leider nicht mehr kommen. Das Zimmer lag wie ein paar andere ziemlich direkt unter dem Dach, weswegen man den Sturm ziemlich deutlich hörte, aber für eine Nacht sollte es kein Problem sein. Ich knipste das Licht an, lies die Tür hinter mir ins Schloss fallen und sah mich genauso wie Steve um. Ein Tisch und ein Stuhl waren dabei, dass war schon mal gut. Ich legte das Pergament und die Feder auf jenen Tisch, als Steve auch schon das Thema mit den Wechselsachen ansprach. „Kein Problem, solange dein Schrank meine alte Kleidung nicht verschluckt hat,“ antwortete ich ihm grinsend, obwohl ich einen angespannten Blick aus dem Fenster riskierte. Ja, es war ein ziemlich ungemütliches Wetter, da würde niemand mehr auch nur einen Schritt vor der Haustür machen. Der Wind fegte den herunterfallenden Regen über den Hinterhof, wie einen grauen Schleier…ich sah wieder zu Steve, als er das mit dem Wärmen ansprach und versuchte das Wetter draußen auszublenden. „Mach dich darauf gefasst, dass ich dich aus dem Bett schubsen werde. Ich brauch immer unendlich viel Platz, weist du doch,“ antwortete ich ihm spaßend. Naja, manchmal stimmte es schon, ich brauchte oft am meisten Platz, besonders wenn es darum ging, irgendwelche Sachen in Schränke zu verstauen. Ich nickte dann, als Steve sich ins Bad aufmachte. Kurz blickte ich zu dem Tisch, auf dem ich meinen angefangenen Brief platziert hatte. Ich würde ihn vielleicht noch heute Nach fertig schreiben, sollte ich nicht schlafen können. Dann wandte ich mich wieder dem Fenster zu, lehnte mich mit meiner Schulter etwas an die Wand an dem Fenster und sah erneut hinaus. Der Regen hatte sich kein Stück verlangsamt, schließlich hörte man auch, dass er nicht weniger wurde, daran, dass bitterlich auf das Dach der Kneipe fiel. Donnergrollen hörte man und bei einem Blitzzucken fing das Licht im Raum kurz an zu flackern. „Wag es ja nicht, auszugehen,“ murrte ich dem Licht an der Decke entgegen. Einen Stromausfall konnte die Kneipe nicht gebrauchen und ich selbst auch nicht. Ich blickte auf eine Kerze, die auf dem Tisch neben dem Pergament stand. Anscheinend wurde schon mal vorgesorgt, für den Fall, dass der Strom heute wirklich noch ausfiel. Ich schluckte. Das würde ja eine tolle Nacht werden! Sarkasmus hatte ich schon immer begrüßt. Dann runzelte ich die Stirn und blickte zur Badezimmertür. „Steve, alles in Ordnung?“ lies ich kurz meine Frage verlauten, vielleicht aber auch nur, um mich kurz von dem Fenster und somit dem Wetter da draußen abwenden zu können.

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Re: Captain America und Bucky

Beitrag von Steven Rogers am Fr Apr 17, 2015 8:40 pm

Peggy, also Agent Carter war nur eine Kollegin und ich empfand nichts für sie. Zumindest würde ich es mir nicht eingestehen, falls es doch anders sein sollte. Bis jetzt ist es mir nie gelungen eine Beziehung aufzubauen oder gar jemanden zu finden, der es mit mir wagen würde. Lieber prügel ich mich auf den Straßen. Den ganzen Tag wenn es sein muss und ich gebe niemals auf und renne auch vor keinem Kampf zurück. Ob Frauen so etwas mochten oder wohl eher nicht? Naja. Wenn man von meiner derzeitigen Situation ausging, dann wohl eher nicht. Zwar war es deprimierend, aber nicht wirklich zu ändern. Man wollte ja auch niemanden etwas aufzwingen. Dann musste ich lächeln. " Ach komm schon. Ich werde alle mal mit denen mithalten. Zumal ich nicht betrunken werden kann. Asen bestimmt irgendwann auch. Es wäre einfach mal toll diesen Wettstreit auszuführen und wie ich dich kennen, würdest du selbstverständlich für mich wetten!" Zumindest ging ich einfach mal davon aus. Immerhin war Bucky mein bester Freund. Würde ich die anderen des Commandos fragen würde sie vielleicht für die Götter entscheiden oder überhaupt nicht. Hauptsache sie haben eine gute Show und etwas zum saufen. " Es wäre wahrlich ein toller Artikel und nähme 3 Seiten mindestens ein. Mit Portraits von uns versteht sich. Wir wären dann so berühmt wie nie zuvor!" gab ich meinem besten Freund dann zu bedenken, aber ausprobieren wollte ich es dann doch beim besten Willen auch nicht. Immerhin wollte ich noch ein bisschen weiterleben. Dann lächelte ich ihn an und klopfte Bucky auf die Schulter. " Du wärst aufgeschmissen! Komm her mein Trottel!" Mit einem kurzen Klopfer auf der Rücken, umarmte ich ihn dann. Ich war so froh, dass ich ihn hatte und Bucky auch noch meinem besten Freund nennen durfte. " Wir zwei gehören doch zusammen wie siamesische Zwillinge. Da geht es gar nicht, dass einer von uns einsam sein kann!" Bis jetzt hatte ich nie gedacht, dass diese Kneipe sonderlich goß war, aber ich wurde schnell eines besseren belehrt. Doch wir hatten keinerlei Probleme unser Zimmer zu finden. Im Gegenteil. Erstaunlicherweise klappte das sehr gut. Dann überlegte ich was die Sache mit dem Baumhaus anging. " Ja, dass könnten wir durchaus tun, aber bedenke bitte dass wir dann auch die Meinungen und die Diskussionen von den Frauen ertragen müssen! Sie werden definitiv irgendetwas zu bemängeln haben!" wies ich James darauf hin. " Deine Sachen hätte ich am liebsten in eine Vitrine gelegt, wo sie sicher und nicht von Staub überseht wären! Ja, das mit dem Platz stimmt. Also wenn du es in deinem Traum poldern hörst, dann hast du mich aus dem Bett geworfen!" Das würde gewiss noch lustig werden, auch wenn ich keine sonderlich große Lust hatte, auf dem Boden zu schlafen. Auch wenn ich es gewohnt war. Auch das Licht im Badezimmer flackerte und diese Tatsache gefiel mir überhaupt nicht. Hoffentlich blieb es an und ich überlegte mir noch immer ob ich den Brief lesen sollte und entschied mich schlussendlich dafür. Doch als ich ihn öffnen wollte, hörte ich plötzlich Bucky Stimme. Er machte sich bestimmt Sorgen um mich. " Ja. Alles gut. Kann noch ein bisschen bei mir dauern!" entgegnete ich ihm dann.

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Re: Captain America und Bucky

Beitrag von James Barnes am Sa Apr 18, 2015 2:02 pm

„Natürlich würde ich für dich Wetten, selbst wenn du verlieren würdest. Was wäre ich denn für ein Freund, wenn ich dir nicht zur Seite stehen würde. Zumal weis ich doch, dass du allemal mit denen da oben…“ ich deutete kurz nach oben, was so viel wie Himmel beziehungsweise Asgard und damit Odin und co. gemeint waren. „…mithalten kannst. Da können wir gar nicht verlieren, wenn ich für dich Wette.“ Ich musste grinsen. Ja, ja diese Götter. Ob sie auch einen Krieg auszutragen hätten, dort oben in Asgard, wenn es sie geben würde? Als Steve noch mal auf den möglichen Artikel einging, der wohl drei Seiten in Anspruch nehmen würde, mindestens, musste ich auflachen. Noch berühmter als jetzt, beinahe unvorstellbar. Aber wir würde damit sicher mindestens jeden zweiten Tag einen kleinen Artikel in der Zeitung landen…vielleicht würde man ja sogar eine Geschichte um dieses Ereignis schreiben. Der Cap und Bucky hatten den Sturm unterschätzt oder beim Spielen im Sturm verloren gegangen. Ich schüttelte grinsend den Kopf, den Zeitungen traute ich alles zu.  Als Steve mich dann unter anderem mit den Worten Trottel in eine Umarmung zog, schmunzelte ich. Ja, der Trottel und der Idiot waren mal wieder in Brooklyn, würden aber keinen Artikel in der Zeitung riskieren, garantiert nicht wegen eines Sturms. Ich drückte Steve in der Umarmung ebenfalls kurz an mich, wir waren wirklich schon zwei so Idioten, Trottel. Hätten wir doch nur gewusst das der Idiot und der Trottel nicht mehr nach Brooklyn zurückkommen würden, für eine ganze Weile. Diese kurze Umarmung tat einfach gut, manchmal musste man sich gegenseitig Halt geben, auch wenn wir uns hier einfach aus Freude umarmten. Die anderen Jungs des Howling Commandos hatten ja die Angewohnheit, ihre Hände zu schütteln, nicht als Abschied sondern zum Einschlagen, dafür, dass sie von der nächsten Hydra Station wiederkommen würden. Meist war ich da dann auch dabei, es war so ein kleines Ritual, was man in solchen Zeiten einfach brauchte. Apropos Howling Commando. Ob die Jungs auch noch in einer Kneipe feiern waren? Na hoffentlich waren sie nicht so waghalsig und trieben sich bei dem Wetter draußen rum. Das aber bezweifelte ich stark. Sie hatten sicher in einer Kneipe ein paar nette Begleitungen gefunden, mit denen sie jetzt wohl ausgelassen feierten. Vergönnt sei es ihnen, wer weis, wann sie das nächste mal überhaupt dazu kommen würden. „Siamesische Zwillinge? Du hast aber Vergleiche,“ lachte ich, als wir uns wieder von der Umarmung lösten. „Aber du hast recht, wir können gar nicht einsam sein, weil wir uns haben. Wir haben uns und das Howling Commando,“ antwortete ich. Aber vor allem hatten wir uns. Die beiden besten, unzertrennlichsten Freunde auf der ganzen weiten Welt. Leider war unzertrennlich nicht ganz richtig, wie sich noch herausstellen würde. Später im Zimmer grinste ich erneut. „Das könnte sogar stimmen. Wir zeigen ihnen einfach das fertige Baumhaus, dann können sie zwar bemängeln, aber ändern können wir es dann nicht mehr.“ Ja bei Frauen war das so eine Sache. Am besten sie halfen doch gleich mit, dann könnten sie sich am Ende nicht beschweren, wenn etwas nicht so ganz stimmte. Bevor Steve im Bad verschwand, rief ich ihn noch auf seinem Satz ein: „Werde es mir merken!“ hinterher. Sollte es wirklich poltern, würde ich einfach seelenruhig weiterschlafen. Naja, nicht wirklich. Ich wäre so fair und würde wieder etwas platz machen. Wenn ich denn überhaupt einschlafen würde und nicht doch lieber am Fenster warten würde, bis das Wetter ein wenig nachgelassen hatte. Als ich dann kurz am Fenster stand und hin und wieder misstrauisch zu dem Licht blickte, während ich auf Steves Antwort meiner Frage, ob alles ok wäre, wartete, wütete der Wind draußen und schien eine alte Zeitung zum spielen gefunden haben. Denn diese wurde gerade ein paar Zentimeter über den Hof gewirbelt. Als ich dann die Antwort meines Freundes hörte, nickte ich nur, bevor mir klar wurde, dass er das ja nicht sehen konnte. Daher gab ich ein „In Ordnung“ von mir und setzte mich an den Schreibtisch. Erneut musterte ich das Licht an der Decke, aber nach dem einen mal Flackern, blieb es wieder ruhig. Ich nahm die Feder von der Oberfläche des Tisches. Warum Steve wohl so lange im Bad brauchte? Ich konnte ja nicht hellsehen, daher wusste ich es nicht, ob er allein sein wollte und den Brief seiner Mutter lass? Möglich, aber ich wusste es eben nicht. So wandte ich mich meinem Brief zu. Wenn etwas sein sollte, er wusste ja, dass ich hier war. Ich setzte die Feder nach meinen letzten Worten ´nie weit weg bin´ an und lies mich nicht durch das Wetter von draußen beirren. Hier und da streichte ich ein paar Worte und ersetzte sie durch neue, bevor ich dann weitere Worte schrieb.

Liebe Claire,

Eigentlich fallen mir immer irgendwelche Worte ein. Aber zurzeit fehlen mir die Worte. Es ist viel passiert, seit wir uns das letzte Mal gesehen haben. Womit fange ich also an? Während ich dir diesen Brief hier verfasse, sitze ich in unserer alten Kneipe, hinter Nannys Bücherladen. Kannst du dich noch an unser erstes Treffen erinnern? Ich hätte damals gedacht, sollten wir uns mal aus den Augen verlieren, dass wir dann wüssten, wo wir den jeweiligen anderen wieder antreffen könnten. Und nun sitz ich hier und weis nicht wo du bist. Ich weis nicht, was ich falsch gemacht habe. Du hast mir nie ein Anzeichen gegeben, dass du einfach so verschwinden wollen würdest. Ich hoffe, dass es dir, wo auch immer du jetzt sein magst, gut geht. Ich hab da nämlich so ein Gefühl, dass irgendetwas nicht in Ordnung ist. Ich weis, ich mit meinen Gefühlen. Aber Bitte, auch wenn du den Brief hier etwas später bekommst, pass auf dich auf. Es sind harte Zeiten. Mir geht’s auch gut. Nun, dass es mir gut geht, habe ich wohl Steve zu verdanken. Du kannst dich doch noch an ihn erinnern? Ich hab dir schon von ihm erzählt, mein bester Freund seit Kindertagen. Er sitzt neben mir in unserer alten Kneipe, Claire. Er hat mich aus einer ziemlich brenzligen Situation gerettet. Aber keine Sorge, wie schon erwähnt, mir geht’s gut, ihm auch und das Howling Commando ebenfalls. Hast du schon davon gehört? Steve hat sich etwas verändert, aber nur körperlich, sein Charakter ist immer noch der Gleiche geblieben und darüber bin ich wirklich froh. Ihr würdet euch gut verstehen, er kann genauso große Reden halten wie du, meine Liebe. Aber um auf den Punkt zu kommen, das Howling Commando, solltest du nicht davon gehört haben, wurde von ihm gegründet. Ich darf mit Stolz sagen, dass ich einer dieser Männer des Howling Commandos bin und meinem besten Freund zur Seite stehe. Ich kann mir schon vorstellen, dass du jetzt ziemlich verwirrt bist, aber solltest du jemals von Captain America oder dem Howling Commando hören, weist du, dass ich unter diesen Männern an der Seite von Captain America kämpfe und dadurch nie weit weg bin. Aber es sollte hier nicht um mich gehen, sondern um dich. Schreib mir bitte, wenn du diesen Brief erhältst, ja? Du weist ja ungefähr, wo ich zurzeit unterwegs bin, wenn du in der Zeitung etwas über das Howling Commando lesen solltest, aber ich weis nichts von dir. Lass mich nur wissen, dass es dir gut geht-

Ich hatte gerade mal ein, zwei Sätze hinzugeschrieben, da erhellte auch schon ein weiterer Blitz das Zimmer und lies die Lampe flackern. Ich wandte mich mürrisch zu dieser um und blickte sie grimmig an, als würde sie dann aufhören zu flackern. Hoffentlich zog das Wetter bald ab, ich hatte keine Lust den Brief um dunkeln fertig zu schreiben. Mein Blick glitt kurz zur Badezimmertür, dann wieder zum Fenster. Ich beobachtete die Regentropfen, die daran herunter glitten, während ich versuchte weiter Worte in meinem Kopf zu formen.

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Re: Captain America und Bucky

Beitrag von Steven Rogers am So Jun 28, 2015 12:40 am

" Wenn du zu mir hälst und für alles wetten würdest, dann wärst du irgendwann ein sehr guter, aber armer Freund Buck. Genau das befürchte ich nämlich irgendwann. Auch wenn ich weiß, dass ich immer auf dich zählen kann! Zumal ich ja auch noch mein Supersoldatenserum habe, mit dem mir die Fähigkeit zu Teil wurde, dass ich nicht betrunken werden kann und da habe ich schon gewonnen. Wenn es allerdings darum geht, wer am meisten trinkt, dann wette lieber nicht für mich. Denn ich hab keine Ahnung ob ich in dieser Hinsicht überhaupt mit den Asen mithalten kann! Dann wetten beziehungsweise hoffen wir mal lieber, dass die Götter nicht nachtragend sind oder schlechte Verlierer. Das wäre dann denke ich nicht so sonderlich gut!" gab er dann zu bedenken, musste aber doch grinsen. Er hoffte inständig, dass er die Jungs morgen nicht von irgendeiner Straße oder einem Straßengraben aufkratzen durfte. Dann würde er sie aber eigenhändig hier her zurückbringen und sie fragen, was sie sich dabei gedacht hatten. Das Howling Commando war wie eine Familie die es zu beschützen galt und außerdem hatte er die Verantwortung für jeden einzelnen von ihnen. Steven wollte dass sie sicher nach Hause kamen und er würde alles in seiner Macht stehende tun, um dieses Ziel zu erreichen. Noch immer stellte er sich Bucky als sehr guten, aber stink armen Freund vor und diese Vorstellung war amüsant. Als er Bucky umarmt hatte, schloss er kurz die Augen und sog diesen Moment förmlich in sich auf, denn er wusste nicht ob es vielleicht ihr letzter war. Keine konnte ihnen sagen was der morgige Tag für sie bereit halten würde und er wollte jede Sekunde mit seinem besten Freund auskosten. " Naja. Warum denn auch nicht Buck? Wir könnten glatt als solche durchgehen. Wir sagen einfach, dass man uns nach der Geburt voneinander getrennt hat und wir nicht mehr zusammen gewachsen sein können. Ob das klappt? " Jetzt war Steven wirklich am überlegen. Wahrscheinlich würde ihnen das eh keiner glauben, aber egal. Einen Versuch war es allemal wert. Als sie weiter über das Baumhaus sprachen, musste Steven grinsen. Ja es war wirklich sehr schön und sie hatten viel Arbeit und vor allem Zeit hineingesteckt. Wie sehr er diese Zeit doch vermisste. Es war eine schöne Erinnerung, die er immer in seinem Herzen einschließen würde. „Wenn das Baumhaus noch steht bis wir es ihnen zeigen können Buck. So wie es draußen wütet, sehe ich für dieses Vorhaben schwarz!“ Noch immer saß ich im Bad auf der Badewanne und starrte auf den Brief. Nachdem ich Buck geantwortet hatte, nahm ich allen Mut zusammen und öffnete vorsichtig das Briefpapier. Er war ungeöffnet und er wollte ihn nicht beschädigen. Als er den Zettel herausnahm, fing er an zu lesen.

„Lieber Joseph,

Lange ist es her seit ich etwas von dir gehört habe und es stimmt mich etwas traurig. Steven wird immer größer und ist so ein liebes Kind. Sicher er wirbelt das Haus manchmal ganz schön auf, aber eigentlich ist er ein lieber Junge. Wenn du ihn doch nur kennen würdest, dann würdest du ihn sicherlich auch so sehr lieben wie ich ihn. Uns geht es gut, doch ich mache mir Sorgen. Man munkelt  hier, dass die Feinde euch in der Mangel haben und ihr den Krieg nicht gewinnen könnt. In diesem Brief möchte ich mich von dir verabschieden, da ich mir sicher bin, dass wir uns nicht noch einmal sehen werden. Ich habe dir ein Bild von Steven dazugelegt. Wenn du nicht mehr da bist, dann werde ich ihm von dir erzählen und er wird stolz auf dich sein. Die Kernseite unserer Ehe werde ich ihm verschweigen aus guten Grund. Er soll nicht schlecht über einen von uns denken. Mir geht es immer schlechter und ich habe das Gefühl, dass ich mich angesteckt habe mit irgendeiner Krankheit. Wahrscheinlich ist es nichts Ernstes und alles wird gut. Die Tatsache dass wir voneinander getrennt sind, sorgt dafür, dass wir uns nicht streiten können und vielleicht noch trennen. Steven muss so etwas nicht mitbekommen. Egal was auch immer du in Deutschland machst, so hoffe ich, dass du keinen Seitensprung machte, wie damals wo ich Schwanger mit Steven war und ach eigentlich müsste es mir egal sein, denn schließlich bin ich nicht da um es zu verhindern. Dafür sind wir schon zu lange voneinander getrennt. Diese eine Sache stellt mich noch heute auf die Probe und ich mag mir gar nicht ausmalen wie es weiter gegangen wäre, aber in diesem Brief möchte ich alte Wunden nicht aufreißen. Steven fragt häufig nach dir und ich kann ihm nur sagen, dass du für unser Land kämpfst Er ist stolz auf dich, auch mit seinen 3 Jahren. Es schmerzt nicht nur ihn, dass du nicht da bist. Mir zerreißt es mein Herz und wenn ich einen Weg finden würde, dass ich dich wieder bei mir wissen könnte, dann glaube mir würde ich ihn nutzen. Es gibt vieles was man in so einen Brief packen könnte, aber nichts spiegelt die Gefühle für einen wieder. In diesem Brief wollte ich mich auch für den letzten Brief entschuldigen. Dort hatten wir uns mal wieder gestritten. Ich bereue alles und freue mich darauf dich wiederzusehen. Ob im Jenseits oder Diesseits ist mir allerdings unklar, aber auch egal.

Ewig die Deine

Sarah. „


Steven sah an die Decke und Tränen rannen ihm über die Wange. Jetzt wusste er war seine Mutter diesen Brief nie abgeschickt hatte. Er hatte einmal den letzten Brief von ihr gesehen, welchen sie wirklich abgeschickt hatte und wenn dies die Vorlage war, dann wusste er auch warum sie die Vorlage nicht benutzt hatte. Nein er wollte nicht weinen und die Vergangenheit hinter sich lassen, aber würde dies jemals klappen? Wahrscheinlich nicht, aber er musste alles probieren. Während er so über den Inhalt des Briefes nachdachte, schwirrte ihm eine Erinnerung im Kopf herum.

„Mama, Mama sie sind wieder da!“ rief der damals erst 3 Jahre alte Steven Grant Rogers, als er aus dem Fenster sah. Schon lange hatte er auf die Rückkehr der Soldaten gewartet. Fast 3 Jahre waren sie von ihren Familien getrennt und heute würde er seinen Vater richtig kennenlernen. Er fragte sich schon die ganze Zeit ob er ihn mögen würde. Steven war auch ganz brav gewesen diese Woche. Sein Dad wäre sicherlich stolz auf ihn, wenn er das hörte. Von Weitem sah man einen schwarzen Strich am Horizont der immer näher kam. Er klammerte sich an seine Mama weil er ein bisschen Angst vor den großen Soldaten hatte. Sie hatte ihm Bilder von seinem Dad gezeigt und er wusste genau wie dieser aussah. Das ganze Dorf war versammelt und jeder suchte seinen Partner oder Bruder. Manche freuten sich und warfen sich um die Hälse der Soldaten, andere weinten. Einer von ihnen kam auf die Familie Rogers zu. „ Sarah? Joseph hat tapfer gekämpft im Krieg und wir mussten uns zurückziehen, aber wir stehen kurz davor Hydra zu besiegen. Irgendwie werden wir es schon schaffen und euch alle beschützen!“ Steven hörte nur mit halben Ohr hin. Viel mehr interessierte ihn der Wagen, welcher angerollt kam. Schnell rannte er auf ihn zu, blieb aber kurz davor stehen. „ Was zum........?“ Schnell rannte er zu Sarah zurück. „ Mami!“ rief er lauf und verbarg sein Gesicht am Rock von ihr. „ Sarah es tut mir Leid. Wir haben alles getan um deinem Mann zu helfen, aber leider haben wir versagt. Glaube mir. Er war auch mein Freund. Es tut mir schrecklich Leid!“ Ihre Augen weiteten sich als sie den Wagen sah und sie schlug ihre Hände vor den Mund, bevor ihr stumm Tränen über die Wangen rollten. Dann jedoch verdrängte sie sie, als sie Steven schluchzen und weinen hörte. Es brach ihr fast das Herz und sie ging auf die Knie um mit ihm gleichauf zu sein. „ Hey mein Schatz. Alles ist gut!“ Sie nahm ihn in den Arm und drückte ihn an sich. Langsam beruhigte er sich. „ Ma...Ma..Mami, ich werde dich beschützen!“ murmelte er dann und sah sie an. Seine Augen mussten damals ganz rot gewesen sein, aber sein Blick zeigte, dass er es durchaus Ernst meinte. Kurze Zeit später gingen die Soldaten wieder in den Krieg und nahmen die Leichen mit. Sie wurden irgendwo verbrannt und erst viele Jahre später erhielten die Familien ihre Urnen, weil sie eingezogen wurden. Steven und ein paar weitere Bürger setzen sich dafür ein, dass es kein Massengrab gab, sonder dass jeder Soldat sein eigenes bekam. Höchstens einer Ehrentafel mit den Namen aller tapferen gefallenen Soldaten wurde genehmigt.“

Steven kam wieder in die Realität zurück, als der Ast eines Baumes gegen die Fensterscheibe preschte. Den Brief sah er kurz an und steckte ihn dann wieder in den Umschlag, bevor er sich langsam erhob. Jedoch fiel er auch sogleich wieder weil seine Beine schlapp machten. Deshalb blieb er für ein paar Minuten einfach auf den Boden sitzen. Er war total verheult und hatte rote Augen. Es würde schwierig für ihn werden, diese vor Bucky zu verstecken, was er aber nicht brauchte. Langsam erhob er sich nach ein paar Minuten und drehte das Schloss in der Tür um. Dann trat er aus dem Badezimmer und schloss die Tür. „ Ich bin wieder zurück!“ Er lehnte sich an die Wand und sah seinem Freund beim Schreiben zu. Ob Bucky sich große Sorgen gemacht hatte? Sicher war er sich da nicht. "Alles gut bei dir oder muss ich mir Sorgen machen?" Ob Bucky weiter gekommen war mit dem Brief?

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Re: Captain America und Bucky

Beitrag von James Barnes am So Jun 28, 2015 1:27 pm

Ich fragte mich so langsam, was Steve so lange im Bad brauchte. Früher hatte er ja auch nie so lange im Bad gebraucht, oder täuschte ich mich da? Nur mit Mühe konnte ich mich abhalten ein weiteres mal die Badezimmertür anzustarren und zu hoffen, dass sie dadurch aufgehen würde und Steve gesund und munter herauskam. Was verdammt noch mal dachte ich da eigentlich? Das Bad war schließlich nicht irgendeines unserer „Bettmonster“ die wir früher immer verscheucht hatten, bevor wir unsere Kissen auf den Boden ausbreiteten und schlafen gingen. Das Bad war ein ganz normales Bad, Bettmonster gab es nicht und ich sollte mich hier eigentlich auf meinen Brief konzentrieren. Die Feder setzte ich auf das Pergament und überlegte meine weiteren Worte. Claire….Claire….Claire. Genau, ich würde drei mal hinter einander Claire auf das Pergament schreiben und schon würde sie vor mir stehen. Ich seufzte, wäre das nur so einfach. Mein Blick glitt zum Fenster, der Sturm tobte richtig, die Regentropfen klatschten ans Fenster und Blitz und Donner wollten sich gegenseitig in ihrem Können übertrumpfen, so wie es mir schien. Alles in allem, ein Unwetter der besonderen Art. Und alles in allem nicht das, was mich interessieren sollte. Ich hatte einen Brief zu schreiben…erneut wandte sich mein Blick zu der Badezimmertür. Und ich machte mir so langsam ernsthafte Sorgen um Steve, da war doch etwas faul! Er konnte doch nie im Leben so lange im Bad brauchen. Kurz blickte ich zu dem Nachttischchen in der Nähe des Betts. Den Brief von seiner Mutter an seinen Vater hatte er nicht abgelegt, hatte er ihn also mit ins Bad genommen? Kam er deshalb nicht heraus, weil er ihn in Ruhe lesen wollte? Wenn dem so war, würde ich ihn nicht stören, auch wenn ich mir sorgen machte. Ich versuchte mich wieder auf meinen eigenen Brief zu konzentrieren und wippte ungeduldig beinahe nervös vor wachsender Sorge mit meinem Fuß auf und ab, als mir plötzlich ein paar gute Worte einfielen und ich diese sofort auf dem Pergament festhielt. Dass Steve genau in dem Moment aus dem Badezimmer kam, in dem ich in meinen Worten versunken war, bekam ich nicht mit, erst als ich Steves stimme hörte, dass er zurück sei, fiel mir ein Stein vom Herzen und ich setzte den Punkt am Ende meines Satzes auf dem Pergament. Das Bad hatte ihn also nicht verschluckt und dennoch war meine Freude darüber nur von kurzer Dauer. Steves Stimme hörte sich komisch an, nicht so stark wie sonst. Ich runzelte die Stirn und drehte mich im selben Moment etwas auf meinem Stuhl um, als Steve fragte, ob er sich denn Sorgen machen müsse.
Ich erschrak beinahe bei seinem Anblick, obwohl ich im Nachhinein mir beinahe gedacht hatte, dass irgendetwas sein musste, weshalb er so lange im Bad brauchte. Seine Augen waren verdächtig rot unterlaufen. Keine Frage er hatte geweint und ich war froh, dass er es nicht versuchte vor mir zu verstecken. Wir hatte so gut wie nichts, was wir voreinander verstecken mussten, weder Ängste, noch Schwächen. Wir waren wie Brüder und so war es nur selbstverständlich, dass wir nichts voreinander verstecken brauchten. „Ob du dir Sorgen machen brauchst?“ Ich schüttelte den Kopf. „Du weist wie du gerade aussiehst, oder? Ich muss mir wohl eher Sorgen um dich machen,“ meinte ich, allerdings ohne jeglichen Vorwurf oder Strenge in der Stimme, dazu hatte ich ja auch absolut keinen Grund. Ich musterte ihn eindringlich. Er sah fertig aus. Völlig fertig, ich meinte beinahe, sein Nervenzusammenbruch war nicht annähernd so schlimm, wie er jetzt aussah. Wobei man beides auch nicht wirklich vergleich konnte. Irgendetwas hatte ihn emotional bewegt und ich meinte auch schon zu ahnen was es war. Es war der Brief. „Magst du dich setzen?“ fragte ich meinen Freund allerdings als erstes,  da er an der Wand lehnte und ehrlich gesagt auch nicht so aussah, als wäre er so sicher auf den Beinen. Ich faltete meinen unfertigen Brief zusammen und legte ihn beiseite, bevor ich vom Stuhl aufstand und ihm die freie Wahl lies, ob er sich auf das Bett oder den Stuhl setzen wollte. „Willst du mir sagen was los ist?“ Ich wollte nicht mit der Tür ins Haus fallen und ihn fragen was in dem Brief stand, dass ihn offensichtlich so fertig machte, dass er geweint hatte. Denn die Tatsache, dass er geweint hatte, machte mir Sorgen. Große sogar. Denn daher musste etwas ziemlich schlimmes in dem Brief stehen.

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