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Captain America und Bucky

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Captain America und Bucky

Beitrag von James Barnes am So März 29, 2015 7:13 pm

So, dann hier mal eine kurze Erklärung um was es geht ^^

Im ersten Teil von Captain America wurde ja gezeigt, wie der Cap gemeinsam mit Bucky und dem Howling Commando versucht hat, die einzelnen Hydra Stationen zu bekämpfen. Dabei hat man nie wirklich gesehen, ob und wie Caps Trupp mal eine Pause eingelegt hat, denn schließlich waren es ja auf der Karte schon einige Hydra Stationen. Also haben wir uns mal gedacht, lassen wir das Howling Commando doch zurück nach Brooklyn für ein paar wenig Tage eine kurze Pause machen, während Howard und co. nach einem Plan, wie man in die nächste Station vordringen könnte, entwickeln. Steve z.B. wird die Zeit sicher nutzen, um mal am Grab seiner Mutter vorbeizuschauen, während die Jungs des Howling Commandos hoffentlich keine Unordnung machen. Bucky sieht vielleicht selbst bei seinen Eltern mal vorbei und gemeinsame Abende in einer Kneipe mit dem Howling Commando können wir uns ja dann auch noch überlegen ^^ Das Nebenplay dürfte sich also im Jahre 1943 abspielen.
Bin gespannt was uns noch so einfällt ^^

LG
Bucky-Fan ^^ (James Barnes)

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Re: Captain America und Bucky

Beitrag von James Barnes am So März 29, 2015 7:52 pm

Da waren wir also wieder. Zu Hause in Brooklyn. Nach all den langen Wochen. Manchmal kam mir die Zeit sogar länger als Wochen vor. Monate, ja vielleicht sogar Jahre in denen wir nicht mehr hier waren. Und doch waren seitdem nur Wochen oder maximal 2 Monate vergangen. 2 Monate, in denen viel geschehen ist. Steve war nicht mehr der kleine Junge der nie vor einem Kampf davon lief, auch wenn er wusste, dass er verlieren würde. Nein, durch dieses Serum wurde er zu jemanden, den man zurecht ein Helden nennen konnte. Captain America. Ich konnte gar nicht glauben, wenn ich da vor mir hatte, als er mich aus der Hydra Station geholt hatte. Ehrlich, ich dachte am Anfang, ich träume. Steve hatte sich verändert. Aber nur körperlich. Schließlich hatte sich an unserer Freundschaft nichts geändert und es würde sich auch nie etwas ändern, dessen war ich mir sicher. Ich kann sagen, dass ich stolz auf meinen besten Freund bin, dass er endlich das tun kann, was er immer so sehr wollte. Menschen helfen. Hydra die Stirn bieten. Auch wenn es schon einige male gefährlich wurde. Drei Hydrastationen waren es weniger, bisher. Ich denke, dieser Howard Stark überlegte sich gerade eine weitere Strategie, oder eine Technik, wie wir in den nächsten Tagen die Vierte Hydrastation in Angriff nehmen könnten. Aber wir, also das heißt Steves Howling Commando, inklusive mir, konnten uns eine kurze Auszeit in Brooklyn gönnen. Aber wirklich nur kurz, bis dieser Stark wusste, wie wir weiter vorgehen könnten.
Die Jungs des Howling Commandos marschierten Teils albernd, Teils interessiert über den Gehsteig hinter mir und Steve her. Manche verteilten sich bereits in ein paar Läden, andere wollten ihre Liebsten kurz Besuchen gehen. Wiederum, ich glaube es waren die zwei Männer mit französischen Wurzeln, die sich ausnahmsweise mal nicht auf französisch unterhielten, sondern auf eine Sprache, die wir alle verstanden. Sie hatten wohl vor, heute Abend in eine Kneipe zu gehen, mal wieder ausgelassen ein paar Damen zum Tanz auffordern. Ich grinste kurz. Wie Jacques einer Dame auf die Füße trat, wollte ich zu gerne sehen. Letztendlich blieb ich vor einem Plakat stehen, dass wohl noch von den Shows, die Steve als Captain America gegeben hatte, übrig war. „Tour abgesagt“ stand darauf. So ein Plakat hing auch damals in der Kneipe, als Steve seinen Trupp zusammenstellte. Natürlich hab ich dem Trupp zugestimmt, denn meinem besten Freund würde ich sogar bis in den Tod folgen, wenn es sein musste. Meine Hände vergrub ich in meinen Hosentaschen. Wir waren heute nicht in Uniform unterwegs, sondern in zivil. Ein freier Tag, vielleicht sogar zwei tat uns allen gut. „Ich hätte dir gern einen Brief geschrieben, damit du weist, dass es mir gut geht, während du auf Tour warst. Aber dafür war zu wenig Zeit“, meinte ich dann, als ich das Plakat betrachtete und dann kurz zu Steve blickte. Es musste schrecklich gewesen sein, dass Steve nicht wusste, wie es um mich stand. Wäre ich damals in seiner Situation gewesen, irgendwelche Shows zu geben und hätte nicht gewusst, was mit ihm wäre. Ich glaube ich wäre durchgedreht. Schließlich war er mein bester Freund und vor allem der einzige der den Mut gehabt hatte, sich damals, auch wenn er kleiner war als seine Gegner, in einen Kampf verwickeln zu lassen, wenn es um Gerechtigkeit ging.

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Re: Captain America und Bucky

Beitrag von Steven Rogers am So März 29, 2015 8:36 pm

Es war schon eine verflixt lange Zeit her, dass ich das letzte mal hier war. Es kam mir vor, als wären es Monate. Dabei war es vielleicht nicht einmal so lange. Ich habe aufgehört zu zählen, seit ich die Shows vollführt hatte. Mittlerweile hatte sich das ja auch gelegt. Eigentlich stand ich nie wirklich darauf im Mittelpunkt zu stehen. Im Gegenteil die Ruhe war mir ehrlich gesagt lieber, beziehungsweise das Kämpfen gegen Hydra. Immerhin war dies der Feind, den es zu besiegen galt und das machte trotz allem ja noch Spaß. Brooklyn war eine schöne Stadt und an dieser hingen so viele Erinnerungen. Gute und auch Schlechte. Deshalb betrat ich ihn mit gemischten Gefühlen. Kaum war ich da, hörte ich Bucky schon rufen. Eilig lief ich auf ihn zu und sah mir das Plakat an. " Ja. Ich hätte wahrscheinlich auch keine Zeit gehabt dir zu schreiben, also von daher ist es okay!" Bucky war mein allerbester Freund und von ihm so getrennt zu sein, war ein Kraus gewesen. Er stand immer alles gemeinsam mit mir durch und ich mit ihm und dann waren wir getrennt wurden. " Was ist das erste was du hier machen wirst?" Er hatte schon Vorstellungen.

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Re: Captain America und Bucky

Beitrag von James Barnes am So März 29, 2015 9:07 pm

Ich wusste, dass Steve mich verstand und trotzdem lächelte ich bei dessen Worten bezüglich des Schreibens. Die Show musste Steve wohl genauso beansprucht haben, wie mich in meinem Dienst im Militär. Ich wandte mich von dem Plakat ab und warf einen Blick über ein paar Häuser von Brooklyn. Wieder hier zu sein, erinnerte mich an so vieles. Trauriges und Schönes. Doch was immer es war, ich hatte es mit Steve durchgestanden und er mit mir. Unsere Freundschaft, so glaubte ich, könnte nichts zerstören. Schade, dass ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, wie sehr unsere Freundschaft zerstört werden konnte. Vielleicht hätte ich dann alles anders gemacht, es versucht, zu verhindern. Aber jetzt glaubte ich einfach nur, dass niemand uns unsere Freundschaft nehmen konnte. Auf Steves weitere Worte blickte ich kurz zu ihm und dann zu dem Howling Commando. Die Männer waren gerade dabei sich in unterschiedliche Richtungen aufzumachen. "Sicherlich nicht, wie die Jungs, betrinken. Muss mal sehen. Ich glaube viel verändert hat sich hier ja nicht." Ich drehte mich halb um meine Achse um noch mal kurz auf die Straßen zu sehen. Die waren eigentlich ziemlich gleich, die Straßen in Brooklyn. So wie immer. "Und du, was hast du vor?" Fragte ich dann Steve. Ich wusste nicht, ob er das Grab seiner Mutter besuchen wollte, deshalb fragte ich auch ganz einfach nach seinem ersten Vorhaben hier. Meine Eltern würde ich besuchen, das stand fest. Aber noch nicht jetzt. "Vielleicht kann ich dich ja begleiten?" setzte ich gleich hinterher. So wie früher einfach ein wenig durch die Straßen gehen, reden. Aber vielleicht wollte der Cap auch mal allein sein, allein am Grab seiner Mutter oder vielleicht zurück in seine Wohnung? So oder so, jeder hatte wohl ein paar Dinge hier zu tun, wenn wir schon mal kurz zurück nach Brooklyn kamen.

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Re: Captain America und Bucky

Beitrag von Steven Rogers am So März 29, 2015 9:41 pm

" Ja. Die Jungs sind schon eine Klasse für sich. Komm lass sie feiern und sich betrinken. Sie haben es sich verdient und wer weiß wann und ob sie nochmal dazu kommen!" meinte ich dann und sah mich kurz zu den Jungs um. Sie waren schon ein munterer Haufen. Irgendwie würde ich die Jungs vermissen und sie taten mir Lied, weil ich nicht versichern konnte, dass sie aus dem Krieg wiederkehren würden. Zwar war ich Captain America, aber ich war kein Zauberer und konnte auch nicht alles. Eins stand nämlich fest. Es würden ein paar der hier anwesenden zum letzten Mal feiern und ich würde sie zum letzten Mal sehen. Daran wollte ich eigentlich noch gar nicht denken. Dann überlegte ich. " Wahrscheinlich werde ich meine Mutter besuchen gehen. Möchtet du mich begleiten Buck? Es wäre bestimmt schön sie mal wieder zu sehen und einfach nur der guten alten zeiten wegen und dann können wir beide gerne zu mir nach Hause ins Haus meiner Eltern und uns dort die Zeit totschlagen. Weißt du noch was wir früher alles erlebt haben?" Ich dachte da so an verstecken im Schrank, Monster unterm Bett fangen, Murmeln, Soldat spielen und so einiges mehr.

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Re: Captain America und Bucky

Beitrag von James Barnes am So März 29, 2015 10:06 pm

Ich folgte Steves Blick auf meine Aussage wegen den Jungs hin, zu seiner Truppe. Ich musterte meinen Freund kurz. Lag da ein leichter Schimmer von Traurigkeit in seinen Augen? Der Haufen an Männer hatte sich aufgeteilt und gingen meist zu zweit oder zu dritt albernd ihre Wege. Ob Steve daran dachte, dass einige von ihnen vielleicht das letzte mal hier gewesen sein könnten? Natürlich dacht er das. Schließlich waren meine Gedanken auch schon zu diesem Thema abgeschweift, ob überhaupt bei der nächsten Hydra Station alles zurückkehren würden. Steve, als Captain der Truppe, fühlte sich verantwortlich für die Männer, aber mein Freund musste einsehen, dass eben auch er nicht alles konnte. Leider. Wenn der Tod kam, konnte man ihn nicht umgehen. Aber ich hoffte für uns alle, dass dieser Tag noch weit in der Ferne lag, an dem wir uns von der Welt verabschieden mussten. Damals, als Hydra mich gefangen hielt, dachte ich auch, dass wäre das letzte mal, dass ich Steve, meine Eltern und Brooklyn gesehen hatte. Innerlich keimte eine kleine Angst in mir auf. Captain America war nicht unverwundbar, noch hatte er die Macht den Tod zu umgehen. Was wenn er nicht mehr zurückkommen würde, bei einer unserer Missionen gegen Hydra? Nein, an so was durfte ich jetzt keinen Gedanken verschwenden. Wir waren hier um uns ein paar Tag zu erholen, bevor wir weiter gegen  Hydra ankämpfen würden. Ich atmete tief durch, legte Steve freundschaftlich eine Hand auf die Schulter um ihn vielleicht von seinen ähnlichen Gedankengängen abzuhalten. "Du hast Recht. Lassen wir ihnen ihren Spaß." Dann wanderten meine Hände wieder in meine Hosentaschen. Hoffentlich benahmen sich die Männer auch ordentlich. Aber hier in Brooklyn konnte das Howling Commando ja nicht viel anstellen. Hoffentlich irrte ich mich da nicht. Als Steve fragte ob ich ihn zu seiner Mutter begleiten wollen würde, nickte ich ernst. "Aber natürlich. Du weist ja, dass du immer auf mich zählen kannst," antwortete ich ihm und lächelte dann bei seinen weiteren Worten. Mein lächeln ging zu einem Grinsen über. "Und ob ich das weiß. Als wäre es erst gestern gewesen. Murmeln im Haus, besonders auf dem Boden zu spielen, war keine Besonders gute Idee. Am Ende sind die uns überall durchs Haus gerollt unter Tisch, Schränke..." Ich lachte kurz. "Wir haben ewig gebraucht, bis wir wieder alle gefunden hatten." Ja, früher war alles noch friedlicher, ruhiger. Man war noch wohl behütet und wusste von der Welt da draußen noch nicht allzu viel.

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Re: Captain America und Bucky

Beitrag von Steven Rogers am So März 29, 2015 11:08 pm

" Wie war unser Spruch immer. Wir stehen das zusammen durch? So soll es auch immer bleiben. Egal was auch passieren wird. Du musst mir aber versprechen, dass du es niemals vergisst. Komm schon Hand drauf!" meinte ich dann und streckte meine Hand heraus. Er sollte es mir versprechen und ich wollte gar nicht daran denken, dass es vielleicht eines Tages mit uns vorbei sein würde. Dieser Gedanke war einfach zu schrecklich. Dann jedoch musste ich lächeln. Er wusste wirklich noch alles von den Murmeln. Das war wirklich ein Ding gewesen. Die mussten wir dann alle wieder suchen und eine habe ich bis heute nicht finden können. Sie gehörte ein meiner Großmutter mütterlicherseits so wurde mir erzählt und ich hatte sie verloren. Das wurde nicht so gerne gesehen. " Ja, aber die eine von Großmutter suche ich bis heute und habe sie nicht gefunden!" Wer weiß. Vielleicht fand ich sie ja heute hier? Auszuschließen wäre es nicht. Doch zunächst tat ich einen Schritt nach dem anderen und lief Richtung Friedhof Dort lang meine Mutter begraben und auch mein Vater lag dort. Allerdings vollkommen wo anders, bzw. war zumindest sein Grab dort. Ob er wirklich da war, wagte ich zu bezweifeln. Kaum waren wir angekommen, dachte ich auch sogleich an die Beerdigung und wurde trauriger. Es war wirklich schlimm und ich wollte an diesem Tag einfach nur noch nach Hause, doch so einfach ging dass nicht als Sohn. Es war ja nicht so dass ich meine Mutter nicht geliebt habe, aber es war eine zu große Belastung für mich, die ich dank Bucky relativ gut verkraftet hatte. Am Grab angekommen, sah man schon von weitem, dass die Blumen verwelkt waren und dies deutete ich als Zeichen dafür, dass meine Mutter nun endgültig weg war und ich sie nicht mal mehr spüren würde. Krass oder? Wer glaubt denn an so etwas? Ich natürlich wer denn mal wieder sonst?

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Re: Captain America und Bucky

Beitrag von James Barnes am Mo März 30, 2015 12:30 am

Steves Worte trafen mich mitten ins Herz. Also nicht negativ, sondern positiv. Er hatte also wohl auch bemerkt, woran ich gedacht hatte. Zumindest hatte er es vielleicht erahnen können. Schon unglaublich wie gut wir uns kannten. Nun ja, nicht wirklich unglaublich. Wir kannten uns ja schon aus frühester Kindheit und unsere Freundschaft hatte sich einfach so stark entwickelt, dass man vieles von dem anderen wusste. Auch so manche Angewohnheiten.
Ich nickte auf die Worte meines langjährigen Freundes und lächelte leicht. „Du denkst doch nicht wirklich, ich vergesse unseren Spruch?“ Ich sah ihn gespielt betroffen an, schmunzelte aber. „Hand drauf, auch wenn es das Letzte ist, was ich dir verspreche, aber unseren Spruch werde ich nie vergessen,“ Ich war schon drauf und dran, seine Hand als Besiegelung dieser Worte zu schütteln, da zog ich sie noch mal kurz zurück. „Aber nur, wenn du mir das Gleiche versprichst“, stellte ich meine Bedingung. Erst dann gab ich meine Hand drauf. Hätte ich doch nur gewusst, dass ich dieses versprechen nicht mehr hatte halten können…
Dann ging Steve los, während er von der Geschichte mit der Murmel seiner Großmutter berichtete und grinste, während ich neben ihm herlief. Schon komisch. Früher war er immer einen guten Kopf kleiner als ich und nun waren wir beide so ziemlich gleich groß. Wie ein Serum doch einen Menschen verändern kann. Gut, dass Steve der gleiche geblieben ist. Bis auf das äußere Aussehen, aber das kommt ihm in Sachen Frauen zu gute. Wobei ich mir sicher bin, dass er auch irgendwann die richtige ohne das Serum gefunden hätte. Er hatte im Vergleich zu ein paar anderen Leuten ein gutes und aufrichtiges Herz. Das schätze nicht nur ich so an ihm sondern auch die Männer des Howling Commandos. Dann zuckte ich mit den Schultern. „Wer weis, vielleicht finden wir sie ja heute irgendwo.“ Die Geschichte mit der Murmel der Großmutter war wirklich eine Sache gewesen, die halb ernst und halb witzig war. Natürlich war es wichtig, dass wir die Murmel wieder fanden, schließlich war sie weitervererbt worden. Und wir hatten sie einfach mal so bei Murmeln verloren. Aber normalerweise konnte ein Haus nichts verlieren. Mein Grinsen, und es tat mir wirklich mal wieder gut, froher und sorgloser Stimmung zu sein, schwand, als wir am Friedhof ankamen.
Ich merkte sofort, dass Steve wieder in traurige Stimmung verfiel. Aber das war auch nicht verwunderlich. Er und seine Mutter hatten ein enges Mutter Sohn Verhältnis. Mir kam es immer so vor, als wären sie ein starkes Team, wie ich und er es auch waren und immer noch sind. Zu meinen Eltern hatte ich da nicht so die starke Beziehung. Und das bist heute. Aber ich habe da auch meine Gründe. Noch bevor Steve zum Grab gehen konnte, legte ich ihm erneut meine Hand auf seine rechte Schulter und drückte sie kurz aufmunternd. Ein kleine freundschaftliche Geste, damit er wusste, dass er nicht allein war. Wahrscheinlich wusste er es auch, aber ich wollte das einfach noch mal unterstreichen. Als er dann zum Grab seiner Mutter ging, blickte ich mich um. Man konnte schon von weitem sehen, dass die Blumen auf dem Grab, auf das Steve zuging, verwelkt waren. Es wirkte trist, zu trist. Steve war schon immer der, der von uns beiden am meisten „Philosophierte“ und vielleicht dachte er jetzt gerade auch an die verwelkten Blumen auf dem Grab seiner Mutter. Am Rand des Friedhofes wuchsen meist immer irgendwelche Gänseblümchen, auch mal Löwenzahn zwischen den Gräsern hervor, daher zog ich mich erst mal zurück und begann nach ein paar Blumen zu suchen. Überhaupt schien hier auf dem Friedhof wohl schon sehr lang keiner mehr hier gewesen zu sein, nur noch vereinzelte Gräber hatten ein zwei noch halbwegs munter aussehende Blumen auf der Erde liegen. An den Gitterstäben, die den Friedhof umzäunten, konnte ich wirklich ein paar Löwenzahn, welche noch keine Pusteblumen waren, und ein paar größere Gänseblümchen finden. Ein Straus wurde daraus allerdings nicht. Aber immerhin ein paar Blumen die etwas Farbe auf das Grab von Steves Mutter brachten.
Mit den Blumen kehrte ich also schweigend zurück, warf einen kurzen Blick zu Steve und ging dann neben dem Grab in die Hocke. Behutsam legte ich die Blumen auf die Erde, teilweise sogar auf die verwelkten Blumen. Die Beerdigung damals war schlimm gewesen, für Steve. Und halbwegs auch für mich. Ich konnte es nicht mit ansehen, wenn mein „Sandkastenfreund“ so traurig war, wie ich ihn damals noch nie gesehen hatte. Ich hab damals viel Zeit mit ihm verbracht, waren viel unterwegs in Brooklyn um ihn von dem Tod seiner Mutter abzulenken. Wir waren auch viel bei meinen Eltern, hatten hier und da mal einen Ausflug, wenn es die Zeit und unsere Arbeit zuließ. Aber auch diese Phase hatten wir überstanden. Unsere Freundschaft hatte immer alles überstanden und das würde sich in Zukunft auch nicht ändern. Ich hatte bisher kein Wort von mir gegeben um Steve Raum für seine Gedanken zu lassen. Jetzt aber schienen mir ein paar Worte angebracht. „Manchmal ist die Entfernung nicht entscheidend Steve, sondern wichtig ist, dass du die schönste Erinnerung an deiner Mutter immer im Herzen trägst. Dann ist sie nie weit weg. Egal wo du bist…“ Ich erhob mich aus meiner Hocke und blickte auf die Blumen. Als Hydra mich und ein paar Männer damals fangen konnte und ich auf diesem „Tisch“ lag, hatte mir dieser Gedanke auch geholfen ein wenig Mut zu fassen und ich hoffte, Steve würde dies auch ein weiterer, kleiner Trost sein. „Ich werde morgen mal meine Eltern fragen, ob sie sich um das Grab kümmern können, solange wir weg sind“, meinte ich dann noch, als ich mich etwas Abseits von Steve und dem Grab stellte, damit er in Ruhe seinen Erinnerungen nachgehen konnte. Meine Hände wanderten dabei wieder in meine Hosentaschen. Es zog doch ein recht kühler Wind auf, obwohl die Sonne hinter den aufziehenden Wolken noch hindurch schien.

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Re: Captain America und Bucky

Beitrag von Steven Rogers am Di März 31, 2015 3:06 pm

Bucky drehte den Spieß um und bat mich unseren Spruch auch nicht zu vergessen. Dies könnte ich niemals tun. Immerhin war er mein bester Freund und de Spruch begleitet uns schon seit dem Anbeginn unserer Freundschaft. Er stand sozusagen als Symbol dafür. " Ja. Ich verspreche es dir!" meinte ich dann und schlug ein. Noch konnte keiner von uns Beiden ahnen, dass wir schneller getrennt werden würden, als uns lieb war und das auf sehr brutale Weise. Ich wollte auch nicht darüber nachdenken, was wäre wenn er plötzlich weg wäre. Es eichte schon, dass ich mich um die anderen Männern sorgte, aber sie hatten eine gute Ausbildung genossen und wusste worum es ging. Sie packten das schon. Immerhin haben wir ja auch noch Anweisungen die es zu befolgen gilt. Wenn wir dies tun, dann können wir ja nur Erfolg haben. Die Frauensuche würde noch so eine Sache werden. Wer möchte denn schon mit einem kostümierten Superhelden eine Beziehung eingehen, der sich vor anderen blamiert? Auch wenn ich zugeben muss, dass ich mein Outfit sehr toll finde und Howard Strak wirklich der beste ist, was das Bauen von kugelsicheren Schilden angeht. " Ich hoffe schon!" antwortete ich nur auf die Sache mit der Kugel hin und dann schwieg ich. Eine lange Zeit lang, betete ich und schwieg. Bucky verschwand zwischendurch und kehrte dann mit ein paar Blumen zurück, die er auf das Grab legte. Deshalb musste ich schmunzeln und legte eine Hand auf seine Schulter. " Danke Buck! Es bedeutet mir sehr viel!" Die Beerdigung hatte schon früher an mir gezehrt und damals war es wirklich schlimm gewesen, weil ich meine Mutter sehr geliebt habe. Zuerst verlor ich meinen Vater, der im Kampf gefallen war und dann auch noch sie. Wäre Bucky nicht gewesen, dann hätte ich nicht gewusst was ich tun sollte und hätte vermutlich die verrücktesten negativen Dinge angestellt. Er war also so etwas wie eine Stütze für mich. Ist er auch jetzt noch und wird es vermutlich auch immer sein. " Sie ist immer bei mir!" Dann dachte ich an Bucky Eltern. Eigentlich waren sie ganz nett, aber seine Mutter hielt nicht viel von mir, weil ich nicht zu den Reichen oder zum Hochadel oder was weiß ich nicht alles gehörte. " Glaubst du deine Eltern tun das? Danke aber nochmal, dass du sie fragst. Lass uns gehen bitte! Ich schaue nur mal noch schnell zu meinem Vater!" Schon war ich auf den Weg den Friedhofsberg zu erklimmen und dort lag er. Mein Vater der tapfer im Krieg gekämpft hatte und gefallen war. Vor seinem Grab salutierte ich kurz und lächelte leicht. Dann pflückte ich in der Umgebung Blumen und legte diese auch meinem Vater aufs Grab. Jetzt hatte jeder der Beiden etwas, woran sie sich erfreuen konnten.
" Ich gehe bald zu der nächsten Hydratation und es kann sein, dass ich aus dem Kampf nicht mehr zurückkehren werde. Deshalb möchte ich mich da jetzt bei dir verabschieden. Auch weiß ich nicht, ob ich jemals noch einmal Gelegenheit dazu habe. Du wirst stolz auf mich sein und mein Name wird überall bekannt sein. Das verspreche ich dir Vater!" Der Wind wurde immer kälter und heftiger. Es war so schlimm,dass er durch die Baumkronen preschte.

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Re: Captain America und Bucky

Beitrag von James Barnes am Di März 31, 2015 3:51 pm

Ich nickte bei Steves Worten wegen den Blumen. Es war für mich wie selbstverständlich die verwelkten Blumen auf dem Grab seiner Mutter durch Neue zu ersetzen. Schließlich merkte ich, wie sehr es ihm doch noch zusetzte, das mit seiner Mutter. Und außerdem war ich immer gern bei Steves Eltern. Steves Mutter hatte andere Ansichten, bessere Gedanken, als meine Mutter, deshalb war ich viel lieber bei Steve, mit ihm unterwegs. Daher war es mir eine Freude, seiner Mutter eine Ehre mit den Blumen zu erweisen, solang ich das noch konnte. Wer wusste schon was vielleicht Morgen war, oder in ein paar Tagen, Wochen? Naja, mit den Gedanken wollte ich mich ja jetzt nicht beschäftigen. "Ja, das ist sie," meinte ich dann als Bestätigung auf Steves Worten, dass seine Mutter immer bei ihm ist. Dann jedoch blickte ich kurz nachdenklich auf den Boden. Würden sie es tun? Mein Vater sicher, schließlich wusste er über die Schwere dieser Angelegenheit und das es nicht nur mir sondern vor allem Steve viel bedeuten würde. "Ich denke, in diesem Falle wird es ihnen eine Ehre sein, das zu tun." Antwortete ich also zuversichtlich. Vielleicht konnte sich meine Mutter auch dazu durchringen, aber mein Vater würde es sicher tun. Als Steve meinte, er wolle noch schnell zu seinem Vater, blieb ich noch kurz etwas abseits vom Grab seiner Mutter stehen. Dann näherte ich mich dem Grabstein, zog meine rechte Hand aus der Hosentasche und legte diese kurz auf den kühlen Grabstein. Eine stumme Geste des Abschiedes auch von meiner Seite, dann folgte ich Steve den Friedhofsberg nach oben. Dort begann er selbst ein paar Blumen zu pflücken. Mit einem leichten lächeln stellte ich mich auch hier wieder etwas Abseits und lauschte still Steves Worten. Sein Vater war im Krieg gefallen, war ein tapferer Kämpfer. Da bin ich mir sicher. Ich hatte Respekt vor diesem Mann, der für sein Land einstand. Die Worte meines Freundes versetzten mich zurück in die Kämpfe mit den Hydraleuten. Das Howling Commando, wir, waren immer nur knapp am Tod vorbeigeschrammt. Doch wir waren eine Einheit, halfen uns Gegenseitig. Genau deswegen waren wir noch hier, weil wir für einander einstanden um Hydras Taten zu verhindern. Still im Gebet versprach ich Steves Vater, dass sein Sohn heimkehren würde, sobald der ganze Wahnsinn ein Ende hatte. Er würde heimkommen, so wahr ich James Buchanan Barnes hieß. Dann schritt ich auf das Grab seines Vaters zu, stellte mich neben Steve und verschränkte meine Arme hinter dem Rücken, mit einer aufrechten Haltung um den Soldaten der hier lag, eine letzte Ehre zu erweisen. "Ich bin mir sicher, dein Vater war schon immer stolz auf dich und das hat sich mit Sicherheit nicht geändert." Und wenn nicht, was ich bezweifelte, dann war ich immer noch hier und ich war mehr als Stolz auf meine besten Freund. Dann jedoch legte ich ihm meinen linken Arm um seine Schultern, wie damals in der Gase, als ich ihm unterbreitet hatte, dass wir auch die Technikausstellung gehen würden, nur mit dem Unterschied, dass er heute mit mir auf selber Höhe war. "Und nun wollen wir doch mal sehen, ob wir die Murmel deiner Großmutter nicht doch irgendwo finden," sagte ich ohne einen zu fröhlichen Ton anzunehmen. Schließlich waren wir hier auf einem Friedhof und standen vor dem Grab von Steves Vater.

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Re: Captain America und Bucky

Beitrag von Steven Rogers am Di März 31, 2015 6:26 pm

" Ich wünsche mir für dich, dass dir so etwas nicht passiert. Beziehungsweise nicht in näherer Zukunft. Es ist schrecklich und man fühlt sich hinterher allein. Deshalb wollte ich Soldat werden. Ich möchte meinen Vater stolz machen und mich an denen rächen, die ihn an diesen Ort gebracht haben. Sie sollen die Faust der Gerechtigkeit kennen lernen....." fing ich dann an. Es war so langsam meine Einstellung geworden.
"... Im Krieg müssen Opfer gebracht werden, heiß es immer. Schön und gut, aber warum müssen immer nur unsere Leute sterben? Ob man die Zahl hätte vermindern können? Als Captain America kann ich die Menschheit vor Hydra retten, doch mir wäre es das liebste, das Leben meiner Soldaten nicht aufs Spiel zu setzen. Da dies aber nicht möglich ist, muss ich versuchen einen Weg zu finden, dass sie unseren Feinden nicht schutzlos ausgeliefert sind!" Zwar sagte sich dies so leicht, aber ich hatte es mir fest vorgenommen. Jedoch habe ich bis jetzt noch keine Lösung finden können, egal was ich auch unternommen habe. " Ich würde es für dich gleichermaßen tun Buck. Wenn irgendetwas ist, dann weißt du dass du immer zu mir kommen kannst. Wir stehen dass zusammen durch!" Dann lächelte ich und sah auf das Grab meines Vaters. Man hatte ihn in seiner Company gefeiert und er war einer der besten dort. Doch hielt man nicht viel von diesen Leuten, ganz einfach weil sie in der rangniedrigsten Kompanie vertreten waren. Sie waren also das allerletzte. Bucky war natürlich in der 107en . Ehrlich gesagt habe ich von ihm auch Nichts anderes erwartet gehabt. " Ja. Da hast du vermutlich recht. Er hat immer Briefe von der Front geschickt, hat meine Mutter erzählt. So wusste sie immer dass er am Leben. Auch hatte er sich immer wieder nach mir erkundigt. Die Briefe habe ich nie lesen können, aber ich glaube ihr und sie erzählte mir auch, dass der Schriftverkehr irgendwann eingestellt wurden war und da wusste sie schon, dass etwas nicht in Ordnung war. Wenige Tage später kehrte die Kompanie zurück und mit ihnen dreiviertel der Leichen aus den Mitglieder. Mein Vater war ganz vorne dabei. Es muss ein schrecklicher Tag für die kleinen Kinder gewesen sein. Gut. Ich war auch noch klein, aber trotzdem. Für manche muss das ganze Leben Zerbrochen sein. Kaum jemand kommt damit klar und sicher ist, dass die meisten Frauen vermutlich auf ihre Männer angewiesen waren. Nicht nur finanziell!" Dann legte ich eine kurze Pause beim Sprechen ein. " Ich war einer der führenden die gegen ein Massengrab gesprochen haben. Da vorn ist zwar eine Ehrentafel, aber nicht eine einzige Person liegt darunter begraben und ich kann es auch verstehen. Immerhin möchte doch wohl jeder seinen Liebsten in der Nähe haben und vor allem alleine. Massengräber sind war okay, aber stell dir mal vor du möchtet jemanden besuchen und dann stehen da 20 anderen herum!" Schwach lächelte ich dann und sah Bucky an. " Da hat man doch nie seine Privatsphäre und kann sich Unterstützung oder Rat holen! Außerdem finde ich hat es etwas mit Respekt zu tun und mit Ehre. Es wäre ehrenlos wenn man die tapferen Soldaten in ein und das Selbe Grab stecken würde!" Es war meine Meinung und der Wind blies stärker. Fragt mich nicht woher, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, dass sich ein Gewitter anbahnte. Erneut sah ich zu Bucky und lächelte ihn warm an. " Ja. Lass und Großmutters Murmel suchen!" Gemeinsam mit ihm machte ich mich dann auf den zum Haus meiner Eltern. Leider war meine Großmutter nicht hier sonder sehr weit weg von uns beerdigt wurden. Da hatten wir sogar mal eine Freistellung beantragt in der Schule. Da es glaube ich in Temecula war. Da war auch mein Großvater beerdigt wurden und ursprünglich kam dieser auch von dort. Er war Ehrenmitglied der Stadt gewesen, weil er so viel zum Fortschritt beigetragen hatte, aber daran kann sich schon kaum einer mehr erinnern, was ich irgendwie ein wenig schade finde. Mit gemischten Gefühlen lief ich durch diesen Ort und mi kam plötzlich ein Gedanke. "Wollen wir dann anschließend deine Eltern besuchen?" Ein bisschen Ablenkung tat uns beiden vielleicht ganz gut!
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Re: Captain America und Bucky

Beitrag von James Barnes am Di März 31, 2015 7:57 pm

Bereits als Steve seine Worte begonnen hatte, ahnte ich, dass er nun seine Einstellung zu dem ganzen Abgab, was hier in letzter Zeit geschehen war. Hier mit dieser Welt, was Hydra getan hat und immer noch tut. Es war verständlich. Irgendwann musste jeder seine Meinung, seine Gedanken rauslassen und nun tat es Steve. Und das, was er erzählte, ich konnte ihn verstehen, ich fühlte mit ihm. Auf seinen Satzanfang sah ich still zu ihm. Es war Nobel von ihm, sich an denen Rächen zu wollen, die seinem Vater das angetan hatten. Aber ich hatte nichts anders erwartet. Steve hatte schon immer den Sinn für Gerechtigkeit und dafür bewunderte ich ihn, damals wie heute. Ehrlich gesagt muss ich zugeben, dass auch ich nach Gerechtigkeit strebe, aber in Zeiten wie diesen Beginne ich ernsthaft daran zu zweifeln, was die Gerechtigkeit anbelangt. Doch bisher hab ich es noch nicht ausgesprochen. Schließlich unterstütze ich meinen Freund auf dem Weg nach Gerechtigkeit, wo ich nur kann. Auf seinen zweiten Satz, sah ich ihn nicht nur still an und hörte aufmerksam zu, sondern überlegte, wartete bis Steve geendet hatte. "Ich weis nicht, ob man die Zahl hätte vermindern können. Aber wir können den Toten die Ehre erweisen, dass sie nicht umsonst gestorben sind, wenn wir Hydra und all dem Krieg ein Ende setzen. Gemeinsam können wir ein Stück zum Frieden beitragen..." ich lächelte leicht, trotz der Schwere, die über diesem Gespräch lag. "...und natürlich weis ich, dass ich immer zu dir kommen kann. Das gleiche gilt aber auch für dich. Du weist auch, dass du immer zu mir kommen kannst," an dieser Stelle sah ich ihn eindringlich an. Mir war es egal was es war, er konnte mit allem zu mir kommen, genauso wie ich zu ihm kommen konnte, wenn mir etwas auf dem Herzen lag. Dann ging ich noch auf Steves Worte mit den Soldaten ein. Er war verantwortlich, als Captain, für die Männer. Und dennoch, sie konnten auch gut selbst auf sich aufpassen. Das Howling Commando war eine Einheit und wir alle passten auf uns auf, gegenseitig. Klar konnte man die Sicherheit nicht hundertprozentig garantieren. Aber wer kann das schon? Steve muss die Verantwortung nicht allein tragen, schließlich ist geteiltes Leid halbes. Ich wollte ihm helfen, auf der suche nach einem sicheren Weg für die Männer. "Und du wirst bei der Suche nach diesem Weg, dass die Männer nicht schutzlos dem Feind ausgeliefert sind, nicht alleine sein. Du weist du hast meine Hilfe dabei." Ich blickte mit Steve auf das Grab seines Vaters, als die Worte meines Freundes erneut ertönten und über die Briefe seines Vaters und die Todesnachrichten berichtete, wurde ich nachdenklich. Es musste schrecklich gewesen sein. Für all diese Kinder, die ihre Väter während eines Kampfeinsatzes verloren hatten. Sie konnten ihre Väter nie wieder sehen, nie wieder in die Arme schließen, die Frauen ihre Ehemänner nie wieder sehen. Das musste wirklich schrecklich gewesen sein, selbst wenn Steve da noch klein war. Da konnte ich mich ja glücklich schätzen, dass mein Vater nicht in den Krieg ziehen musste, wegen seiner Verletzung...ich holte tief Luft, während mein Blick dann zu der Ehrentafel glitt. Stimmt, die Ehrentafel war zwar ein Trost dafür, dass die Namen der tapferen Männer dort festgehalten wurden, die ihr Leben gelassen hatten. Aber wie sollte man in Ruhe trauern können, wenn man an einem Massengrab stand? Ja, das war wirklich schwer. "Ich versteh dich, auch wenn ich die Erfahrung nicht gemacht habe, wenn ein Familienmitglied vom Krieg nicht zurückkommt. Zum Glück musste ich die Erfahrung nicht machen. Ehrentafeln sind für trauernde nicht wirklich ein Trost, vielleicht aber etwas mehr als ein Massengrab. Der Gedanke dahinter ist zwar ehrenvoll aber nicht gut umgesetzt. Nicht für die Trauernden..." eine starke Windböhe lies mich von Steve in den Himmel blicken. Wann hatte sich gleich noch das Wetter dazu entschieden, hier ein Gewitter veranstalten zu wollen? Mein Blick wanderte wieder zu Steve, als dieser bestätigte, dass wir diese Murmel suchen gehen sollten. Ich nickte, meine Mundwinkel zuckten leicht nach oben und wir gingen los, verließen den Friedhof und machten uns wieder in die altvertrauten Straßen Brooklyns auf. Dennoch geisterten mir Steves Worte um das Szenario mit gefallenen Vätern im Krieg immer noch im Kopf. Claire und ich, ich glaub ich hatte die Zeit vollkommen vergessen, wie lang es schon her war, seit wir unsere letzte Nacht zusammen verbracht hatten. Am anderen Tag war sie weg, bevor ich sie überhaupt fragen konnte, ob sie Lust hätte mich und Steve zu dieser Technikausstellung zu begleiten. Was jetzt wohl mit ihr war? Ob sie immer noch hier in Amerika wohnte oder wieder zurück nach Frankreich gegangen ist. Es müssen bestimmt schon einige Monate her gewesen sein und mich lies das Gefühl nicht los, dass ich irgendetwas nicht wusste, was ich vielleicht hätte wissen sollen. Wenn ich mir vorstellte, dass Claire und ich eine Familie gewesen wären, ein Kind hätten, ob Junge oder Mädchen wäre egal, Hauptsache gesund, und dieses dann erfahren müsste, dass ich bei einem Einsatz nicht zurückgekommen wäre, sie mich nicht mehr gesehen hätte…ja, das wäre wirklich schrecklich. Steve und seine Mutter hatte so etwas durchmachen müssen, selbst wenn Steve da noch klein gewesen war…es muss schrecklich gewesen sein. Hätte ich schon damals gewusst, wie nah meine Vorstellung mit einem eigenen Kind, an der Realität lag, dass Claire schwanger war…ich glaub ich hätte noch mehr darauf geachtet, wieder zurückzukehren, zu Claire…All die Kinder die erfahren haben mussten, dass ihre Väter nicht mehr wiederkommen würden. Unbegreiflich…Das mit Steve war auch so eine Sache, die ich ja schon vorhin mal erklärt hatte. Ich würde es nicht aushalten, würde er bei einer Mission nicht mehr zurückkommen….und Claire? Ich sollte ihr schreiben, was in der letzten Zeit so geschehen ist. Meine Hände hatte ich in den Hosentaschen vergraben, als wir uns schweigend auf dem Weg zu unserem Ziel gemacht hatten. Als Steve dann aber seine Stimme erhob, sah ich zu ihm. Trotz, dass mir diese Gedanken schwer im Magen lagen und es sich anfühlte als hätte ich einen riesigen Kloß im Hals. „Eigentlich hatte ich vor, meine Eltern mal morgen zu besuchen. Aber du hast wahrscheinlich recht. Wir sollten später wirklich mal bei ihnen vorbeischauen, damit sie sehen, dass wir noch wohlbehalten an einem Stück sind,“ antwortete ich ihm. Bevor sich mein Blick in die dunklen Wolken richtete. Wir waren angekommen an Steves Elternhaus und ich blieb schon kurz davor noch stehen. „Sag mal, meinst du wir finden neben der Murmel deiner Großmutter auch noch irgendwo ein wenig Briefpapier und etwas zum schreiben?“ Auf dem Weg hierher hatte ich mich dazu Entschlossen Claire einen Brief zu schreiben.

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Re: Captain America und Bucky

Beitrag von Steven Rogers am Di März 31, 2015 9:10 pm

" Frieden?! Wenn man genauer darüber nachdenkt, dann muss man sich die Frage stellen, was Frieden ist und vor allem was müssen wir tun um ihn zu erreichen. Kämpft nicht eigentlich jeder für etwas, dass seiner Auffassung nach das Richtige ist? Ich ehre die tapferen Soldaten die ihr Leben gelassen haben, aber dennoch stelle ich mir manchmal so die eine oder andere Frage ob das was wir tun richtig ist? Ich möchte nicht abstreiten, dass Hydras Absichten böse sind, aber sind unsere gut?" gab ich dann zu bedenken. Wer sagte uns denn, dass das was wir taten auch richtig war? Da war ich im Zwiespalt. Als ich Buckys Worte hörte musste ich schmunzeln. " Wie in den guten alten Zeiten. Weißt du noch wo wir gemeinsam gegen die aus der Grundschule gekämpft haben? Sie wollten mir an die Wäsche und du hast dich vor mich geworfen und mir geholfen. Ab diesem Tag sind wir dann nur noch enger zusammengeschweißt. Dann habe ich mich revanchiert und dich bei mir aufgenommen, als du Streit mit deinen Eltern gehabt hast!" Ja, dass waren noch Zeiten und wenn ich so an die Zeiten zurückdachte, dann musste ich plötzlich schmunzeln. Es war einfach zu toll gewesen damals. Da war was Leben auch noch unbeschwert.
" Ja die Trauernden werden gerne mal vergessen und eigentlich ist es lächerlich wie ich mich verhalte. Langsam müsste ich darüber hinweg sein, aber es geht nicht Bucky. Auch wenn ich es noch so sehr versuche. Der Gedanke zerreißt mich fast und deshalb meide ich auch so gut es geht solche Orte!" Doch dies war irgendwie etwas besonderes, denn ich hatte das Gefühl, dass ich meine Eltern für eine verdammt lange Zeit nicht wiedersehen würde und meine Gefühle trügen mich eher selten. " Ehrentafeln sind ja ganz schön, aber dann werden die Verbleibenden immer an die ganzen Vorfälle erinnert und das ist doch bestimmt auch nicht Sinn und Zweck. Ein Glück konnten wir das mit den Massengräbern klären. Ansonsten wären meine Mum und mein Dad trotzdem einzeln in ein Grab gebracht wurden. Glaube mir, dafür hätte ich gesorgt!" Leicht lächelte ich und als wir vor dem Haus angekommen waren, öffnete ich die Tür mit dem Zweitschlüssel und trat ein. " Ich bin mir sicher, dass ich etwas finde, womit du schreiben kannst!" und ich sollte Recht behalten, denn es dauerte nicht lange, da hatte ich auch schon eine Feder und ein paar Bögen Pergament aus der Anbauwand herausgeholt. " Bitteschön Bucky. Ich fange mal oben an nach meiner Murmeln zu sehen!" Mit diesen Worten verschwand ich dann eine Etage höher und begann meine Suche unter dem Bett. Hier war jedoch nichts außer Staub. Es war ungewohnt wieder hier zu sein und ich war es so lange nicht mehr, dass diese Glücksgefühl umso stärker war. Bucky wollte seine Eltern morgen besuchen? Okay, dass wusste ich nicht, aber es war ja nicht schlimm. Konnte er ja durchaus machen. " Du wolltest morgen zu ihnen gehen? Ich richte mich da nach dir. Je eher sie erfahren, dass es ihrem Sohn gut geht umso besser oder nicht?" rief ich dann die Treppen herunter und suchte weiter alles nach der Murmel ab. Sogar hinter den Schränken, bis ich dann zu dem Entschluss gekommen bin, dass sie hier in meinem Zimmer wahrscheinlich nicht sein wird. Kurz seufzte ich und machte mich dann  auf in das Schlafzimmer meiner Eltern. Vielleicht fand ich ja dort etwas Nützliches oder etwas das mit helfen würde.

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Re: Captain America und Bucky

Beitrag von James Barnes am Di März 31, 2015 10:09 pm

Steve hatte recht. Wussten wir, ob unsere Absichten gut waren? Zumindest besser als die von Hydra. Ich konnte Steve nur zu gut verstehen, seine Gedanken waren beinahe die selben wie meine. Aber so wie er kam ich am Ende meiner Gedanken auch immer zum Schluss, dass es keine Antwort gab. Jeder machte das, was er für seine Ansicht nach für richtig hielt. Am Ende musste wohl jeder selbst für sich entscheiden, was richtig und was falsch war. Auf Steves weitere Worte nickte ich, nun mit einem leichten grinsen. „Als würde ich das vergessen. Diese Typen hätten sich schämen sollen, sich mit dir anzulegen. Anscheinend wussten sie ja nicht, wen du an deiner Seite hattest. Ich hab solche Leute schon immer gehasst, die meinten sich mit Leuten anlegen zu müssen, die ihnen entschieden unterlegen waren, nur um sich ´toll´ zu fühlen.“ Ich warf einen kurzen Blick in die Wolken. „Ich denke seit dem Tag haben sie es nicht mehr gewagt, jemanden zu ärgern.“ Steve hätte sich nicht bei mir revanchieren müssen. Es war mir eine Ehrensache gewesen, ihn vor diesen Jungs zu verteidigen. Dennoch hatte er es getan. Ja, damals war der Streit den ich besonders mit meiner Mutter hatte, zu stark, als das ich es noch gewagt hätte, an dem Tag noch mal nach Hause zu kommen und Steve hatte mich wie selbstverständlich aufgenommen. Ich lächelte. Wir hatten immer zusammengehalten, egal was kam und die Gewissheit, dass sich das nie ändern würde, war erleichternd. Wenn wir doch nur früher schon gewusst hätten, was da noch auf uns zukam. Außerdem war ich sicher, das Steve dafür gesorgt hätte, dass seine Eltern einzeln ein Grab bekamen. Und wenn dem nicht so gewesen wäre, hätte ich ihn unterstütz, irgendwie. Bevor wir gegangen waren, hatte ich ihm allerdings noch mal eine Hand auf die Schulter gelegt. "Wie du dich verhaltest, ist überhaupt nicht lächerlich, sondern normal. Du hast deine Eltern verloren, da ist es dein gutes Recht trauern zu dürfen. Man kann nicht einfach irgendwann darüber hinweg sein. Alles braucht seine Zeit, besonders wenn man geliebte Menschen verloren hat, " redete ich dann doch noch auf ihn ein, weil ich dessen Worte in Bezug auf seine Trauer nicht einfach so stehen lassen konnte. Zwar war er ein Held, aber auch Helden durften trauern.
Als wir dann in Steves Elternhaus eingetreten waren, blickte ich mich um. Sofort lag ein munteres lächeln auf meinen Lippen, nicht wie zuvor, als wir noch auf dem Weg zu unserem Ziel waren. Hier an diesem Haus hatte sich ein Großteil unserer Kindheit abgespielt. Natürlich auch auf Brooklyn Straßen, aber das Haus hier war mir vertraut. Ich würde es vielleicht noch mehr als mein „zu Hause“ bezeichnen, als das Haus meiner Eltern. Ich nahm Feder und Pergamentpapier von Steve entgegen. „Dank dir. Ja, fang schon mal mit dem Suchen an, ich helfe dir dann gleich,“ erklärte ich ihm. Ob ich das „gleich“ zustande brachte, wusste ich nicht. Ich glaube ich tat mich schon immer schwer, Worte aufs Papier zu bringen, als sie einfach auszusprechen. Ich sah meinem Freund noch kurz nach, wie er die Treppe nach oben verschwand und setzte mich dann an den Tisch im Raum. Früher hatten wir hier immer Brettspiele gespielt, an Abenden an denen man wirklich nicht mehr rauskonnte, zum spielen, weil ein Gewitter draußen wütete.
Als ich nun so dasaß und Steve hin und wieder oben poltern hörte, wohl eilig auf der Suche nach der Murmel, blickte ich auf das Pergament vor mir. Die Feder bewegte ich leicht in meiner Hand, weil ich nachdachte. So, jetzt saß ich also hier und hatte keine Ahnung wie ich meine Worte im Kopf auf Papier bringen sollte. Wie sollte ich bloß anfangen? Ich dachte an unseren letzten gemeinsamen Abend, die letzte Nacht mit Claire…warum hatte sie denn keine Nachricht hinterlassen, wo sie war, oder warum sie so plötzlich gegangen war? Ich schluckte, führte die Feder langsam auf das Pergament zu, stützte meinen Kopf auf meinen Arm ab, welchen ich wiederrum auf dem Tisch abstützte und überlegte. Letztendlich begann ich mit: „Liebe Claire“. Dann jedoch wusste ich nicht weiter. Sollte ich zuerst die Fragen aufschreiben, weshalb sie ohne ein Wort gegangen war oder sollte ich ihr erklären, weshalb ich mich seither nicht gemeldet hatte. Ich blickte auf einen Stuhl am Tisch. Wieder hier zu sein…es war unglaublich. Damals, als ich bei Hydra auf ihrem Experimentiertisch lag, da hätte ich nicht gedacht Steves Elternhaus noch mal zu sehen. Ich konnte nichts anders tun, als ich Hydra ausgeliefert war, als mir Worte zu überlegen, die ich Claire geschrieben hätte, wenn ich doch die Möglichkeit gehabt hätte, ihr einen Brief zu schreiben. Und jetzt wo ich die Möglichkeit hatte, waren meine Worte unsagbar weit weg. Ich hatte mir auch überlegt, wenn ich gewusst hätte, dass Hydra mich und ein paar Männer der 107 zu fassen bekam, was ich Steve vorher noch geschrieben hätte. Die Worte wusste ich sogar noch, eine Stütze, mir zu überlegen, was ich Steve geschrieben hätte und Claire…ich erinnere mich noch, als ich das erste mal dieses blendende Licht sah…Ich wurde aus meinen Gedanken gerissen. Steve schien irgendetwas von oben gerufen zu haben.  Doch ich hatte nicht hingehört, zu sehr war ich in Gedanken gewesen. Ich räusperte mich, bevor ich dann zu ihm fragend nach oben rief: „Entschuldige Steve, was hast du gesagt?“ Mein Blick glitt wieder auf das Blatt Pergament. Meine Feder schien aus irgendeinem Grund zu zittern. Verwirrt blickte ich auf meinen rechten Arm. Ich musste wohl nicht bemerkt haben, dass meine Hand zitterte. Ich hielt die Feder etwas lockerer. Keine Gedanken an Hydra. Nicht heute. Schließlich wollte ich noch beim Murmel suchen helfen.

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Re: Captain America und Bucky

Beitrag von Steven Rogers am Do Apr 02, 2015 5:26 pm

Ja. Ich war unterlegen, da musste ich Bucky zustimmen. Früher bin ich vor keinem Kampf zurückgewichen und habe mich allen Gegnern gestellt, auch wenn ich bei weitem nicht so stark war, wie sie. Mittlerweile bin ich ihnen an Stärke und Größe ebenbürtig. Wenn nicht gar stärker. Es hatte eben auch Vorteile Captain America zu sein. Für irgendetwas musste meine zweite Identität ja gut ein oder nicht? Außer den Menschen helfen zu können. Wenn Bucky wüsste. Die Typen hatten es dann trotzdem noch öfters versucht und ich durfte mir noch einige Male ein paar Schläge abholen, aber es war mir egal. Was ich aber zugeben musste war, dass sie nicht mehr so sehr zugeschlagen hatten. Also musste es gefruchtet haben. Zumindest ging ich davon aus. " Ja schon, aber was bringt einen zu trauern, wenn es seinen Zustand verschlechtert anstatt verbessert? Sollte es irgendwann nicht besser werden oder irre ich mich darin so sehr? Ich habe eher den Eindruck mit jedem mal wird es schlimmer!" sprach ich dann, doch Bucky würde mich wahrscheinlich nicht hören, denn immerhin war wieder in der unteren Etage. Schon schaute ich mich kurz im Schlafzimmer um. Eigentlich war unwahrscheinlich dass sich die Murmel hier befand, denn ich durfte nie das Schlafzimmer betreten. Es war ein heiliger Ort. Jetzt musste es aber sein. Ich wollte wenigstens noch eine Sache von meiner Familie bei mir tragen. Aus diesem Grund öffnete ich den Schrank und fand eine kleine Kiste. Diese nahm ich heraus und stellte sie auf das Bett. Dann schloss ich den Schrank wieder und wollte die Truhe öffnen, doch sie war verschlossen. Deshalb suchte ich irgendetwas mit dem ich die Truhe aufbrechen konnte. Dann fand ich eine Nadel und versuchte so lange das Schloss aufzubrechen, bis es mir gelang und sich die Kiste öffnete. Langsam öffnete ich sie und sah auch gleich am Deckel ein Bild kleben. Von meiner Mutter, meinem Vater und mir. Das brachte die alten Erinnerungen zurück, doch viel Zeit würde ich mit ihnen nicht vergeuden, denn ich sah dann eine Menge Pergament. Eigentlich ging es mich nichts an und es reichte auch schon, dass ich im Schlafzimmer war, aber die Neugier war stärker und deshalb öffnete ich einen förmlich aussehenden Brief. Er war an meine Mutter adressiert und stammt von meinem Vater, wenn ich dies richtig entnommen habe. In dem Brief stand folgender Inhalt:

" Liebe Sarah,

Hier an der Front ist das reinste Chaos. Jeden Tag sehe ich Menschen sterben. Auch meine Freunde und Kollegen. Es ist ein Leben was ich keinem Wünschen würde. Es tut mir Leid, dass ich dir so lange nicht geschrieben hatte, aber es war einfach nicht sicher und ich war auf einer Mission die sehr gefährlich war und meine ganze Zeit beanspruchte. Diesen Kampf konnten wir für uns entscheiden. Ich vermisse Brooklyn und ich vermisse dich. Ich liebe dich und es zerreißt mir das Herz nicht bei dir und Steven zu sein. Mittlerweile muss er schon gewachsen sein und älter ist er auch geworden. Seine Geburtstage habe ich nicht vergessen, aber ich kann euch kein Geschenk zukommen lassen. Er soll nicht traurig sein. Wenn wir den Krieg gewonnen haben und ich zurückgekehrt bin, dann holen wir beide die verlorene Zeit nach. Wenn er es dennoch nicht so lange aushalten sollte, dann habe ich unter dem Keller, in einem geheimen Raum, meinen ganzen Reichtum für ihn versteckt. Wenn die Zeit gekommen ist, dann weiß er was zu tun ist um an diesen zu gelangen. Sag ihm bitte, dass ich sehr stolz auf ihn bin. Egal was er tut. Ich werde immer an seiner Seite stehen, auch wenn ich körperlich nicht bei ihm sein kann. Ich liebe und vermisse euch beide. Vergesst das bitte nie. Egal was auch passiert. Ich wünsche euch alles gute und melde mich so schnell ich kann. Möge Gott euch beschützen.

Ewig der Dein Joseph"


Es war also wirklich ein Brief von meinem Vater an meine Mutter. Je mehr ich von dem Brief las umso mehr Tränen stiegen mir in die Augen. Spätestens als ich auf das Datum des Briefes sah. Es war sein letzter Brief und er wusste es. Es spielte sich gerade so viel in meinem Kopf und meinem Körper ab, dass ich auf die Knie sank und die Tränen in meinen Augen meine Wangen hinunter liefen. Den Brief hielt ich immer noch in der Hand.
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Re: Captain America und Bucky

Beitrag von James Barnes am Do Apr 02, 2015 7:31 pm

Ich lauschte noch kurz nach oben, aber Steve hatte auf meine Frage hin nicht geantwortet. Hatte er am Ende doch nichts gesagt? Super, schon war ich so in Gedanken um den Brief, oder viel eher um den Inhalt des Briefes, dass ich noch nicht mal mitbekam, ob nun jemand mit mir gesprochen hatte oder nicht. Ich warf noch einen kurzen unsicheren Blick zur Treppe, bevor ich dann entschieden den Kopf schüttelte. Wahrscheinlich hörte ich demnächst noch Stimmen die gar nicht da waren. Ich wandte mich also wieder der Feder zu und setzte sie auf das Pergament. Bisher stand nur `Liebe Claire´ auf dem Stück Pergament, mehr nicht. Und irgendwie hatte ich das Gefühl, dass es in nächster Zeit nicht sonderlich viel mehr werden würden. Meine Gedanken überschlugen sich schier, als würden die Worte in meinem Kopf Purzelbaum schlagen. Warum war sie denn einfach verschwunden? Ohne ein Wort? Ich versuchte mich an den Abend zurück zu erinnern. Hatte ich etwas falsches gesagt? Fragen halfen mir jetzt auch nicht weiter, ich musste wissen, womit ich meinen Brief anfing. Mit meiner freien Hand fuhr ich mir ein mal durchs Haar. Diese Sache gestaltete sich schwieriger als gedacht.
Nach mindestens einer guten halben Stunde in dem ich immer mal wieder auf meinem Stuhl hin und her gerutscht war, die Position gewechselt hatte und die Feder mehr als ein mal zwischen meinen Fingern gedreht hatte, stand nach wie vor „Liebe Claire“ auf dem Pergament. Mehr nicht. Es fiel mir so unglaublich schwer meine Worte, die ich, während ich auf Hydras „Experimententisch“ gelegen hatte, mir sorgfältig überlegt hatte um mich abzulenken, von dem was die Leute um mich herum veranstalteten. Daran wollte ich jetzt aber nicht denken, eigentlich sollten mir doch nur die Worte wieder einfallen, aber sie taten es nicht. Ich seufzte, lies die Feder auf das Pergament sinken und sah auf. Ich sollte eine Pause machen. Mit den Gedanken bei Hydra konnte ich keinen Brief an Claire schreiben. Verwirrt blickte ich mich um. Draußen war es schon etwas dunkler geworden, stellte ich fest, als mein Blick zu einem Fenster glitt. Aber das konnte auch an den grauen Wolken draußen legen. Dennoch, war Steve überhaupt schon wieder die Treppe heruntergekommen? Ich konnte mich an kein Poltern mehr erinnern, als ich das letzte mal vom Pergament aufgesehen hatte. Ob er bei der Suche nach der Murmel gar selbst verschwunden war? Ich schüttelte meinen Kopf über diesen dummen Gedanken. Niemand konnte einfach so von selbst versch…doch konnte man schon. Aber das habe ich bisher nur ein mal gesehen, als ein paar Leute von Hydra mich durch einen Gang schleppten…da waren auch schon wieder meine Gedanken bei Hydra. Nun stand ich auf. Wirklich, das reichte jetzt aber auch mit meinen Gedanken. Am besten sah ich oben mal nach, ob ich Steve helfen konnte. Der Brief schrieb sich zwar nicht von allein, aber vielleicht hatten sich bis dahin meine Gedanken wieder gesammelt. Als ich mich auf die Treppe nach oben in die zweite Etage aufmachte rief ich mehrere male nach Steve. Doch keine Antwort. Ob ich wohl so in Gedanken um den Brief an Claire gewesen war, dass ich nicht mitbekommen hatte, dass sich mein bester Freund kurz nach draußen verabschiedete hatte? Nein, so sehr war ich nun auch nicht in Gedanken gewesen, dass ich das nicht mitbekommen hätte. Oder doch? Ich blickte mich auf der zweiten Etage etwas ratlos um. Ich war zwar schon etwas länger nicht mehr hier, aber wo Steves Zimmer lag, wusste ich noch genau. Vielleicht hatte er mich ja auch einfach nicht gehört, weil er so vertieft in seiner Suche nach der Murmel war? Dann kam mir aber ein anderer Gedanke. „Steve, hör mal, falls das wegen meinen Worten vorhin im Bezug auf die Jungs aus der Grundschule war…ich meinte nur, dass ich es einfach generell hasste, wenn Leute meinen mussten, sich mit jemanden anlegen zu müssen, die in der Unterzahl waren. Die damals waren zu Viert, du allein beziehungsweise wir dann zu zweit…du weist schon, was ich mein Steve…meine Aussage sollte vorhin nicht heißen, dass ich dir das nicht zugetraut hätte,…ich bin mir sicher die hättest du überlistet. Wahrer Mut kommt nicht von äußerlicher Stärke sondern von innerer. Du hattest diesen Mut. Daran hätten die Vier sich ein Beispiel nehmen sollen…“ Gerade jetzt solche Worte zu formulieren fiel mir schwer, hatte ich doch vorhin bei Claires Brief noch dasselbe Problem, wobei ich sonst gut darin war, Worte zu formulieren, solange ich sie nicht aufschreiben musste. Gerade aber stoppte ich, als ich auf Steves Zimmer zusteuerte. Die Zimmertür seine Eltern stand einen Spalt breit offen. Ich weis noch als wir Kinder waren, da durften wir das Zimmer nie betreten. Aber das war ja eigentlich verständlich. Schließlich sollte man draußen Spielen und nicht im Zimmer der Eltern. Dennoch war ich verwundert, dass die Zimmertür offen stand. Normalerweise, eigentlich so ziemlich immer, war die Tür zu, als ich hier hoch kam. Nur heute nicht. Daher schob ich die Tür des Elternschlafzimmers etwas auf, da ich vermutete, dass Steve nun wirklich dort nach der Murmel seiner Großmutter suchte und mein Freund war auch da, aber er schien nicht zu suchen, überhaupt war es gerade eine seltsame Stimmung. Einen Art Truhe stand auf dem Bett seiner Eltern, geöffnet. Steve musste sie geöffnet haben, wer auch sonst? War ja niemand da außer uns beiden. Ich lehnte mich an den Türrahmen, verschränkte meine Arme und musterte Steve. Er war auf die Knie gesunken, hielt einen Zettel, wahrscheinlich einen Brief, in den Händen. Der zusammengesunkene Anblick meines Freundes brachte mich zum nachdenken. Was war eben passiert, dass er so aufgelöst wirkte? Ich musste gestehen, es gab selten Moment in denen ich Ratlos war, nun gut in letzter Zeit häuften sich die Moment in denen ich Ratlos war, aber das war eine andere Geschichte…wichtig war jetzt, dass Steve irgendetwas aus der Fassung gebracht haben musste. Ich wollte gerade nachfragen, ob alles in Ordnung sei, da vernahm ich ein leichtes schluchzen. Wie blind konnte ich denn sein? Steve war nicht nur aus der Fassung gebracht worden, er weinte! Und ich stand wie ein Idiot an dem Türrahmen gelehnt und machte mir Gedanken, was passiert sei. Dabei war das jetzt nicht von Bedeutung. Etwas überrumpelt und dennoch eilig ging ich nun auf Steve zu. Was er jetzt brauchte war Unterstützung, wobei auch immer. „Hey“ war meine erste, vorsichtige Aussage, bevor ich mich neben ihm auf seine Höhe begab. Ich legte ihm eine Hand auf die Schulter und drückte diese vorsichtig. Steve weinte. Ich hatte meinen besten Freund das letzte mal so richtig weinen gesehen, als die ganze Sache mit seiner Mutter passiert war. Aber jetzt musste es wohl mit diesem Brief in seinen Händen zusammenhängen. „Hey, Steve. Was ist los? Wie kann ich dir helfen?“ fragte ich ihn dann, als ich nur einen kurzen Blick auf den Brief geworfen hatte. Es musste etwas darin stehen, was ihn ziemlich bewegte.

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Re: Captain America und Bucky

Beitrag von Steven Rogers am Do Apr 02, 2015 9:17 pm

Ich war mit meinen Gefühlen und Gedanken völlig am Ende. Wie konnte so ein Brief mich nur so sehr aus der Bahn werfen? Wie? War es der Inhalt? Oder gar die Erinnerung an meine Eltern? Ich wusste es nicht. Offenbar war die Annahme, dass das Serum mich verändert hatte falsch. Noch immer war ich derselbe und hatte mich kein bisschen verändert. Was bringt es wenn man sich körperlich, aber nicht geistig verändert oder weiterentwickelt hat? Irgendwann knarzte die Treppe und die Tür öffnete sich. Bucky trat ein, doch ich bemerkte es nicht. Erst als er mich berührte, löste ich mich aus meiner Starre und stand ganz schnell auf. Ich wühlte in der Kiste herum und suchte weitere Briefe. Es war als wäre ich auf der suche nach etwas, was ich selber nicht weiß und wollte mich unbedingt beschäftigen. Irgendwann stoppte ich und hielt noch einen Brief in der Hand. Meine Tränen waren noch immer nicht versiegt und sie hinterließen Spuren auf meiner Wange. " Ich.........Brief..........Dad!" Zu mehr war ich momentan wirklich nicht im Stande. Dann warf ich Bucky den Brief hin und setzte mich langsam auf mein Bett, bevor ich den Brief öffnete, welchen ich in der Hand hatte. Ich musste unbedingt mehr lesen.

" Geliebte Sarah,

Es sind nun 5 Wochen vergangen seit ich wieder Gelegenheit dazu hatte, dir zu schreiben. Wir sind sehr gefragt und auch viel unterwegs. Die Jungs sind wirklich toll und ich freue mich jeden Tag mit ihnen aufwachen zu können. Das Essen hier ist ganz okay, aber ich vermisse deine Küche. Steven ist gerade mal ein 1 Jahr und ich habe jetzt schon 3 Monate seines Lebens verpasst. Ich hoffe euch geht es gut und er ist bestimmt groß geworden. Zu gerne würde ich ihn sehen. Könntest du mir ein Bild von ihm mitschicken und von dir? Dann trage ich euch immer bei mir. Vergiss niemals dass ich dich liebe und ich freue mich auf unser wiedersehen. Es ist bald vorbei!

In Liebe Joseph!"

Immer mehr versank ich in eine Art seelischen Ausnahmezustand und es wurde nicht besser je mehr ich las. Vielleicht sollte ich damit aufhören, aber ich konnte es nicht. Einfach nicht aufhören. Am liebsten hätte ich alles erfahren. " Ich kann nicht mehr Bucky. Ich kann es einfach nicht. Die ganzen Briefe und die Erinnerungen übernehmen die Oberhand und es wird einfach alles zu viel. Es geht einfach nicht mehr. Nicht einen Schritt kann ich hier drin tun und draußen ist die Nacht hereingebrochen und es gewittert!" Ja. Es gewitterte wirklich und regnete wie aus Eimern. So konnten sie nicht raus gehen. " Es macht mich verrückt und ich versuche jeden Tag die gedanken an sie alle zu verdrängen. Doch es geht nicht und warum? Weil ich ständig daran erinnert werde und dann auch noch diese Briefe von meinem Vater an meine Mutter. Ich kann es einfach nicht mehr!" Wieder verfiel ich in einen Ausnahmezustand. Ein Brief war unter da Bett gefallen. Deshalb beugte ich mich vor und hob ihn auf. Unbewusst las ich die ersten Worte. Dies war ein Brief von meiner Mutter an meinem Vater, aber warum hatte sie ihn nicht abgeschickt? Es war mir nicht geheuer und deshalb sah ich hilfesuchend zu Bucky. " Er ist von meiner Mutter an meinen Vater. Soll ich ihn lesen?" Es ging mich ja eigentlich auch Nichts an. Noch immer standen mir Tränen in den Augen die sich ihren Weg über meine Wangen bahnten.
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Re: Captain America und Bucky

Beitrag von James Barnes am Do Apr 02, 2015 11:07 pm

Als Steve aufsprang und sich wieder der Truhe zuwandte, war ich zunächst verwirrt. Selbstverständlich stand auch ich auf, schließlich wollte ich auf Augenhöhe mit Steve sein. Ich hatte ein mieses Gefühl, ein wirklich mieses Gefühl. Meinen Freund so…so aufgelöst zu erleben, schnürte mir fast die Kehle zu. Ich schluckte. Diese Truhe, diese Zettel, nein, das waren Briefe die Steve da in der Truhe durchwühlte….und so langsam wurde mir auch klar, was hier los war. „Steve, bitte….“ Ich wollte ihn mit Worten irgendwie beruhigen, doch wie konnte man das? Steve schien immer aufgewühlter zu werden. Er schien seelisch vollkommen fertig, auch als er den nächsten Brief in den Händen hielt und den anderen mit drei abgehackten Worten praktisch in meine Richtung warf. Nunja, er achtete wohl nicht wirklich, wo er den Brief hinwarf, so dass ich ordentlich zur Seite weichen musste um den Brief auch richtig zu fangen, damit er nicht zu Boden segelte. Ich überflog die Zeilen. Steves Vater hatte ihn an seine Mutter geschrieben….ich schluckte. Ich konnte nur ahnen wie es Steve gehen musste, das hier musste der letzte Brief gewesen sein, insoweit ich das Todesdatum seines Vaters noch richtig im Kopf hatte. Ich faltete den Brief zusammen. Mein Herz schlug unangenehm an meinen Brustkorb. Das war ein heikles Thema. Auch wenn es mich irgendwo beschäftigte und innerlich ein paar schlechte, fast schon schuldige Gefühle hervorrief, wenn ich da an Claire dachte…aber hier ging es jetzt erst mal um Steve. Den Brief legte ich dann weg, ging zu der Truhe und schob sie ein Stück beiseite, bevor ich mich neben Steve setzte. Er brauchte jetzt seelischen Beistand. Verständlich. Und ich wollte ihm die Stütze sein, die er brauchte. Wie beste Freunde standen wir doch immer alles zusammen durch, so auch hier und jetzt. „Du weist, dass ich da bin und dir nicht von der Seite weichen werde, wir stehen das hier gemeinsam durch,“ erklärte ich ihm, deutete kurz auf die Truhe. Darin konnte man sagen, waren wohl alle Briefe aufbewahrt, die seine Mutter von seinem Vater bekommen hatte, während er im Krieg war. Ich suchte nach Worten. Gerade jetzt müssten mir doch welche einfallen, wenn es um meinen besten Freund ging. Gerade wenn es um ihn ging! Ich zwang mich Steves Worten zuzuhören, denn das was er sagte, zerriss mich innerlich. Er hatte schon so viel mit seiner Mutter und dem Tod seines Vaters durchmachen müssen. Und jetzt auch noch das. „Steve, du hast mich doch noch vor ein paar Stunden an unseren Spruch erinnert, richtig? Wir stehen das gemeinsam durch. Du musst die Schritte hier nicht allein tun, ich geh sie mit dir. Wenn du es hier momentan nicht aushältst, kein Problem….“ Ich stand auf, ging zum Fenster und warf einen kurzen Blick aus diesem. Es Gewitterte wirklich und Regen fiel wie aus Eimern. Ich muss gestehen ich hasste Gewitter, seit ich bei Hydra gefangen war…aber das musste jetzt gehen, für Steve. Schließlich wusste ich auch, wo wir hin könnten und bis dahin war es auch nicht weit. Während ich mich vom Fenster wieder wegdrehte und erneut zu Steve blickte, musste er einen weiteren Brief gefunden haben. Von seiner Mutter, wie er mir erklärte. Ich überlegte nicht mehr um Worte. Ich sagte einfach das, was mir mein Verstand und mein Herz sagte, was mich vielleicht etwas trösten könnte, wäre ich in seiner Situation. „Mein Freund, ich weis nicht in wie weit es dir gut tut, wenn du noch weiter diese Briefe liest. Ich kann und will es dir auch nicht verbieten, aber vielleicht liest du sie nicht mehr heute…“ Ich blickte zu der Truhe, nahm den letzten Brief von seinem Vater und legte diesen wieder in die Truhe, deren Deckel ich dann nach unten klappte. Dann legte ich beide meiner Hände auf Steves rechte und linke Schulter. „Du darfst nicht dauernd versuchen zu verdrängen….das verlangt niemand von dir. Irgendwann passiert es von selbst, dass du weniger an sie denken musst, aber nicht weil du sie unbedingt vergessen musst, sondern weil du selbst damit lernst mit den Erinnerungen klar zu kommen. Jetzt mag das alles etwas viel sein….aber, ich steh das mit dir durch Kumpel! Deine Eltern haben dich geliebt, so wie ich das in dem einen Brief gelesen hab. Und ich weis es, weil ich selbst deine Mutter kennen gelernt habe und das muss dir von allen Erinnerungen am wichtigsten sein, die Gewissheit, dass deine Eltern dich geliebt haben und sie wissen auch, dass du sie geliebt hast. Das macht eine Familie aus, zu wissen, dass man einander liebt, egal was passiert. Ich weis das mit deinem Vater ist tragisch und ich hab nicht mal auch nur annähernd das Recht zu behaupten, ich würde diesen Schmerz oder das was du gerade durchmachst verstehen, aber das muss ich gar nicht, ich sehe es dir an, wie dich das mitnimmt und genau deshalb solltest du den Brief deiner Mutter erst mal geschlossen lassen.“ Erklärte ich ihm. Bevor ich kurz innehielt und überlegte. Was redete ich da eigentlich? Ich wusste nicht mal selbst ob meine Worte jetzt gut oder schlecht waren. Ich litt mit Steve, was auch immer in ihm vorging und die Sorge darüber, dass er gerade am Ende zu sein schien, zumindest nervlich, breitet sich wie ein Feuer in mir aus. Ich zog Steve dann wie einen Bruder in meine Arme. „Ich bin da, ja? Wann immer dich die Erinnerungen wieder einholen sollten, dann sprich darüber mit mir. Ich versuch dir so gut es geht eine Stütze zu sein,“ murmelte ich leise. Dann lies ich ihn langsam los und atmete tief durch. Das bester war für Steve wirklich, hier erst mal rauszukommen. Schluckend, weil mich das ganze selbst mitnahm, wenn es meinem allerbesten Freund schlecht ging, klopfte ich ihm dann ermunternd auf seine Schultern. „Ich kenne da einen guten Ort, wo wir hinkönnten. Eine kneipe zwei Straßen weiter in einem kleinen Hof hinter einem Bücherladen. Nur wenig Leute wissen überhaupt, dass diese Kneipe überhaupt noch in Betrieb ist, deshalb ist da auch so wenig los. Da gehen wir jetzt hin. Nicht zum trinken, sondern um Abstand von hier zu gewinnen. Wenn du willst, dann nimm den Brief deiner Mutter mit, aber tu es dir nicht an und öffne ihn heute noch. In Ordnung?“ Ich ging auf die Tür im Schlafzimmer seiner Eltern zu. Wenn er nicht den ersten Schritt machen konnte, dann tat ich ihn und dennoch wartete ich auf seine Zustimmung…oder auf Ablehnung. Ich hoffte nur er würde diesen Vorschlag zustimmen. Mein Blick ruhte aufmunternd auf meinem Freund, allerdings wollte ich ihn auch zu nichts drängen. Dennoch sollte er aus diesem Haus mit diesen vielen Erinnerungen erst ein mal raus.

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Re: Captain America und Bucky

Beitrag von Steven Rogers am Fr Apr 03, 2015 11:29 am

Ich würde so gerne vergessen. Einfach alles was passiert war. Auch wenn es hieß meine Eltern zu vergessen und die ganze schöne zeit die ich mit ihnen verbracht hatte. Mein Leben mit Bucky. Manchmal wünschte ich mir einfach nur, dass jemand mein Gedächtnis auslöscht und ich mich an Nichts mehr erinnern kann. Es wäre wirklich besser. Doch das konnte ich niemanden sagen. Schon gar nicht Bucky. Er ist mein allerbester Freund und ich möchte ihn damit nicht verletzen oder irgendetwas ähnliches. " Ja, dass habe ich gesagt, aber nicht jeder uns sein eigenes Päckchen zu tragen? Es gibt Dinge die kann man nicht gemeinsam durchstehen. Der Spruch ist das Symbol unserer Freundschaft und wir stehen eigentlich auch alles zusammen durch, aber momentan habe ich eher das Gefühl, dich damit zu belasten!" gestand ich ihm und mir dann ein. Bucky war mir eben sehr wichtig und ich würde es nicht ertragen können, wenn ihm auch noch etwas passiert. Deshalb gab ich ihm den Schwur. Egal was auch immer passieren würde, ich würde ihm zur Seite stehen.
Für einen Moment musterte ich Bucky, der den Brief wieder zurück in die Truhe legte und diese dann schloss. Noch immer hielt ich den Brief von meiner Mutter in der Hand. " Aber Bucky. Das ist kein Brief von meinem Vater an meine Mutter, sondern ein Brief von meiner Mutter an meinen Vater. Warum hatte sie ihn niemals abgeschickt? Laut des Datums hatte sie den Brief geschrieben, noch bevor sie wusste, dass mein Vater........gefallen ist. Warum hat sie ihn also niemals abgeschickt? Das ergibt keinen Sinn und vielleicht kann mir da ja, der Inhalt helfen, aber ich muss auch zugeben, dass du Recht hast. Vermutlich sollte ich den Brief heute nicht mehr lesen oder zumindest nicht mehr hier!" Aus diesem Grund stand ich auf und nahm die Kiste. Anschließend verstaute ich sie im Schrank und schloss diesen. Für einen kurzen Moment verweilte ich in dieser Position. " Es macht einen fertig und dann versucht man ich abzulenken. Zum Beispiel indem man Hydrastationen vernichtet und den Menschen den Frieden bringt. Sie in Sicherheit wiegt mit einem, manchmal wirklich lächerlichen Captain America Kostüm. Warum wohl tue ich das alles? Um zu vergessen und zu verdrängen. Um mit allem klar zu kommen. Nicht grundlos wollte ich damals zur Armee. Zu genau diesen Personen die ihr Leben lassen können. Zu diesen Menschen zu denen einst mein Vater gehört hat und der jetzt tot ist, weil er sie, meine Familie und alle Menschen Amerikas beschützen wollte. Warum sollte man in das Koyotoennest gehen, dass einem alles genommen hat, wenn man es nicht verdrängen möchte?" Vielleicht sollte ich mir mal abgewöhnen so große Reden zu schwingen, aber das war ich um ehrlich zu sein, mittlerweile gewohnt und kannte kaum noch etwas anderes. Da kam ein Kampf mit dem Feind gerade recht. Nur mit Bucky an meiner Seite konnte ich Hydra besiegen. Und mit meinem Commando. Ich brauche alle meine Männer um gegen den Feind ankommen zu können.
Alleine bin ich wie Bucky es schon so oft kundgegeben hat, verloren. Dann zog Bucky mich in sein Arme. " Du bist schon immer meine Stütze, auch wenn ich mir manche Tage gewünscht hätte, dass du einfach nur verschwindet. Zum beispiel wenn du mich immer geneckt hast oder du dinge getan hat für mich, wo ich der Auffassung war, dass sie nicht notwendig gewesen wären!" Es war keinesfalls böse von mir gemeint. Im Gegenteil. Es gibt ja immer mal Tage wo man sich den anderen ganz weit weg wünschte. Sowas gab es auch bei ihm und mir, dass wollte ich auch nicht abstreiten. Draußen preschte der Wind gegen einen Baum und das mit so einer Wucht, dass der Baum herausgerissen wurde und auf den Boden unweit des Hauses fiel. Ein einziges Mal war ich damals dabei, als unser Haus von einem Baum zerstört wurde, der bei einem Sturm auf unserem Dach landete. Da muss ich aber noch klein gewesen sein. Ich glaube nicht älter als 4 Jahre. Nur ganz schwarz, habe ich dies noch in Erinnerung.
Dann musste ich ihn anlächeln. " Was meinst du Buck. Schaffen wir es die zwei Straßen weiter? Ich mein immerhin sind wir in der Lage Hydrastationen zu zerstören,da werden wir dass ja auch noch hinbekommen oder nicht?" Es war doch bestimmt ein Klacks und im Notfall hatte ich ja auch noch mein Schild. Howard Stark sei Dank. Da fiel mir ein, dass ich mich bei ihm noch bedanken musste oder hatte ich es schon getan? Sicher war ich mir da wirklich nicht mehr. " Wie kein Gesaufe? warum geht man sonst in eine Kneipe?" grinste ich ihn dann an und trat auf ihn zu. Anschließend verließ ich das Schlafzimmer meiner Eltern und es dauerte wenige Sekunden, da stand ich vor der Eingangstür. "Vielleicht sollte ich später mal die Bäume fällen. Ich mein sonst wären sie eine Gefahr für die Leute die hier drin verweilen bei einem Sturm oder dergleichen!" Ob ich später mal hier leben würde war zwar fraglich, aber mein Elternhaus würde bestimmt so manchem Menschen Unterschlupf bieten und ich wäre auch froh darüber, wenn es so eine Aufgabe ausführt. Dann weiß ich, dass es nicht verkommt. Es beherbergt schließlich viele Erinnerungen. Mittlerweile hatte ich mich auch wieder gefangen und von den Tränen war weit und breit keine Spur mehr.
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Re: Captain America und Bucky

Beitrag von James Barnes am Fr Apr 03, 2015 1:10 pm

Steve hatte Recht, eigentlich wie immer. Er war der „Philosoph“ der, der große Reden halten konnte und ich war sicher, irgendwann, wenn er das musste, würde er damit Menschenmassen bewegen können, sie zum Nachdenken bringen, so wie er mich immer zum Nachdenken bringt. Jeder hatte sein eigenes Päckchen zu tragen. Wirklich jeder Mensch auf dieser Welt. Aber ob es auch wirklich Dinge gab, die man nicht gemeinsam durchstehen konnte? Schon, sicherlich. Solche Dinge gab es auch, aber wenn man es nicht gemeinsam durchstehen konnte, dann konnte man doch einander wenigstens den Rücken freihalten von anderen Dingen, damit man sich auf die eine Sache konzentrieren konnte, die man allein durchstehen musste, oder nicht? Insgeheim würde ich Steve den Rücken freihalten, egal was geschehen würde. Ich beobachtete meinen Freund, wie er die Kiste wieder verstaute, während ich die Hand von der Türklinke nahm und mich an die Wand lehnte. Mit verschränkten Armen und einer nachdenklichen Mimik hörte ich ihm zu. Dass war also der Grund, warum er in die Armee wollte, warum er es immer wieder versucht hatte, obwohl ihn alle wegen seiner Gesundheit abgewiesen hatte. Er wollte verdrängen, vergessen und einer von denen werden, wie sein Vater und dessen Männer. Ich kaute kurz auf meiner Unterlippe herum. Alte Angewohnheit. Das sollte ich mir wirklich mal abgewöhnen. „Du belastest mich nicht damit, du hast mich nie mit irgendetwas belastet. Ich hab mich eher erleichtert gefühlt, dass du mir so manche Sachen anvertraut hast und das tu ich bis heute. Wenn ich dir helfen kann, dann möchte ich wissen wie und wenn nicht, dann möchte ich dir wenigstens den Rücken freihalten, damit du die Dinge, die du alleine durchstehen musst, auch durchstehen kannst. Jeder hat sein eigenes Päckchen zu tragen, das ist wahr…“ Wenn ich da an Hydra dachte. Es gab nichts, was die Erinnerungen in ihrer Gefangenschaft verschwinden lassen würden, aber sie würde milder werden, weniger präsent, wenn wir die Hydrastationen in Grund und Boden stampften. „Aber man kann helfen Steine vom Weg zu räumen, damit man sein eigenes Päckchen ohne weitere Hindernisse tragen kann…“ In Ordnung, das klang doch etwas schräg, oder nicht? Ob Hydra auch an seinem Gehirn experimentiert hatte? Nein, also das hätte ich aber wirklich mitbekommen, wäre dem so gewesen. Warum man sonst in solch ein Nest gehen sollte? Ich zuckte leicht die Schultern. „Vielleicht aber solltest du das vergessen und verdrängen nicht erzwingen. Du musst deine Eltern nicht vergessen, ich glaube das wäre gar nicht möglich, aber wie gesagt der Schmerz wird irgendwann weniger. Egal wie lang das dauern mag und so lange bin ich an deiner Seite…eigentlich werde ich immer versuchen an deiner Seite zu sein. Und wenn du mal niemanden an deiner Seite brauchst, weist du trotzdem, dass du zu mir kommen kannst, sollte etwas sein….und, hey, dein Captain America Kostüm ist nicht lächerlich!“ Ich begann kurz zu lächeln. Wie konnte er denn denken, dass es lächerlich wäre? Ganz ehrlich, ich fand es super. Howard hatte da große Arbeit geleistet. Vor allem weil es Steve Schutz gab, das Schild leistete da einen großen Beitrag. Woraus war es gleich noch mal? Ich kannte mich da nicht so aus, Hauptsache unsere Ausrüstungen waren sicher. „Dein „Kostüm“ ist durch unser Technikgenie Howard eine gute, nützliche und funktionale Ausrüstung für dich und außerdem, ein paar Leuten tut es gut, dich darin zu sehen. Es bringt ein wenig Hoffnung in düstere Zeiten wie diese,“ erklärte ich ihm dann und schmunzelte dann bei meinen folgenden Worten: „Leider kann ich mich nicht einfach so in nichts auflösen. Aber ich weis schon, was du meinst…aber ich hoffe du weist, dass meine Neckereien nie wirklich ernst gemeint waren?“ Es gab wirklich auch Tage, wo wir beide mal nicht miteinander konnten, auch mal abstand brauchten. Aber war das nicht in jeder guten Freundschaft so? Sonst wäre eine Freundschaft ja komisch, wenn es nicht mal Tage gäbe, an denen man abstand brauchte. Dann machten wir uns auf dem Weg nach unten, wobei ich noch schnell Feder und Pergament in die Innentasche meiner Jacke verstaute. Vielleicht vielen mir ja mehr Worte ein, wenn wir in der Kneipe waren, in der Claire und ich uns desöfteren getroffen hatten? Als wir vor der Eingangstür zu Steves Elternhaus standen, warf ich einen prüfenden Blick zu den Wolken, an der sich ein Blitz entlangschlängelte. Ich wog kurz meinen Kopf abschätzend hin und her. „Ich glaub, das sollten wir gerade noch so schaffen,“ antwortete ich ihm dann auf seine Worte vorhin ob ich meinte, wir könnten die zwei Straßen weiter schaffen. Wenn uns nicht zufällig ein paar Leute von Hydra begegnen sollten, dann könnten wir  das schon schaffen. Aber mal ehrlich, hier hatte Hydra nichts verloren. Also gingen wir zügig los. Wir wollten ja auch nicht zu durchnässt sein. Auf Steves weitere Aussage grinste ich. „Du hast dir schon immer auch Gedanken um andere Leute gemacht. Das schätzen so viele an dir und genau das macht dich aus,“ meinte ich ehrlich und lachte dann auf. „Aber das der Cap deswegen zu den „Bäumefällern“ wechselt, hätte ich nicht gedacht.“ Es sollte etwas auflockern, nach den vielen Gedanken und Worten die vorhin gefallen waren. Während unseres Weges warf ich aber immer mal wieder einen Blick in den düsteren Himmel. Die Blitze kamen mir heute annähernd so grell vor, wie damals bei Hydra und das Donnergrollen, wie als würden schwere Eisentüren ins Schloss fallen und nie wieder aufgehen. Ob Hydra für das Wetter heute verantwortlich war? Man könnte es meinen, aber auf Wetter waren diese Leute zum Glück nicht spezialisiert. „Ich hasse Gewitter. Dieser viele Regen. Warum muss Regen eigentlich immer nass sein? Und dann noch der Wind, meine armen Haare!“ fing ich an, mich über das Wetter zu beklagen oder viel eher mich darüber lustig zu machen. Düstere Gedanken an Hydra braucht ich nun wirklich nicht. Zwei Straßen weiter sah ich mich kurz nach dem Bücherladen um. Das Markenzeichen war eigentlich nie zu übersehen. Ein langes Schild darüber, mit einem aufgeschlagenen Buch und der Aufschrift: „Nannys Bücherladen“. Kaum hatte ich auch genau jenes gesehen, deutete ich zu jenem Bücherladen. „Dahinter ist die Kneipe.“ Bin gespannt, ob es immer noch so aussah, wie damals als ich mit Claire hier war. Wobei, verändert wird sich diese Kneipe garantiert nicht haben. Genauso wenig wie ihre wenigen Stammgäste.

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Re: Captain America und Bucky

Beitrag von Steven Rogers am Fr Apr 03, 2015 2:57 pm

" Wir gaben uns beide immer Unterstützung und Halt. Es ist auch wichtig jemanden zu haben mit dem man über alles reden kann. Es gibt viele Menschen die niemanden haben und dann alles in sich hinein fressen. Meistens versuchen diese Leute sich dann auch umzubringen, weil sie mit der Situation überhaupt nicht klar kommen. Man kann sich kaum vorstellen, wie sie sich fühlen müssen. Auch wenn man es noch so sehr versucht. Es gab eine Zeit da war ich am Tiefpunkt. Das hier mit den Briefen ist noch harmlos dagegen. Du warst nicht dabei, weil ich als Captain America von einem Stützpunkt zum anderen gebracht wurde. Wie soll man den Leuten Hoffnung vermitteln, wenn man diese für eine Zeit lang selber verloren hat? Es ist wirklich enorm schwer, dass kannst du mir glauben, aber ich würde immer weiter machen, weil es Leute gibt denen ich Mut mache und die an mich glauben. Dann fange ich auch damit an, an mich zu glauben!“ Dann sah ich ihn an. „ Man kann das Päckchen auch ein Stück gemeinsam tragen!“ Bucky umarmte ich kurz und dann begaben wir uns auf den Weg zu der Kneipe. Es war kalt und meine Sicht so getrübt, dass ich nicht einmal mehr wusste wo ich lang lief, aber dennoch fanden wir den Ort recht schnell. Dann betraten wir die Kneipe und jetzt nahm ich das Gespräch wieder auf. „ Vergessen werde ich es wohl nie können, aber ich kann versuchen zu verdrängen oder zu lindern. Manchmal klappt das ganz gut. Ich habe ja dich und den Captain. Auch wenn wir später einmal nicht körperlich bei einander sein können, so sind wir doch immer noch im Geiste vereint, da kann ich dir nur zustimmen. Mein Kostüm mögen gerade die jungen Zuschauer. Der Captain ist ein Teil von mir und wird es auch immer ein und ja. Wäre manchmal schon schön gewesen, wenn du dich könntest in Luft auflösen und dann wieder bei uns erscheinen würdest! Immerhin würde ich dich schrecklich vermissen. Was wäre denn mein Leben ohne meinen besten Freund Bucky? Ich weiß dass es nicht ernst gemeint war und Howard Stark ist ein Genie seiner selbst und ich muss zugeben, dass ich ihn auch sehr gerne habe. Hoffentlich wird sein Kind später mal auch so wie er. Ich würde es ihm wünschen!" Da kannte ich Tony Stark noch nicht und wusste zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht, dass ich ihn eines Tages mal kennen lernen würde. Dann sah ich mich um und trat zur Theke. "Hallo. Ich würde gerne ein Bier nehmen!" Alle sahen mich an, da ich mein Captain America Kostüm noch trug. " Ja. Ich werde Baumfäller Bucky, das wäre doch mal interessant oder nicht? Du hasst Gewittert?" Jetzt überlegte ich ob er dies früher auch schon hat verlauten lassen. Vielleicht lag es auch einfach an Hydra und die Erfahrungen die Bucky mit ihnen gemacht hatte? Wer wusste es denn schon? Ich konnte nicht hellsehen, sondern nur vermuten.
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Re: Captain America und Bucky

Beitrag von James Barnes am Fr Apr 03, 2015 5:25 pm

Es musste durchaus eine schlimme Zeit für Steve gewesen sein, diese Shows zu geben. Von Stützpunkt zu Stützpunkt, von Hoffnung zu reden, wenn man selbst keine mehr hatte. Ich wünschte ich hätte ihm dort zur Seite stehen können, doch war ich selbst mit der 107ten unterwegs. Was Steve da ansprach, kam mir vertraut vor. Es gab einige Männer und es wird sie immer noch geben, damals kurz bevor Hydra die 107te gefangen genommen hatte, die so verloren dreinblickten, so mutlos. Sie mussten niemanden haben, mit dem sie darüber sprechen konnten, was in ihnen vor sich ging. Da konnten wir Steve und ich uns glücklich schätzen, dass wir beide uns hatten. Und das würde sich auch eine lange Zeit nicht ändern, so hoffte ich es und doch hatte es sich dann ziemlich schnell geändert. Wie dem auch sei, dass Steve, durch den Glauben von anderen Menschen an ihn, selbst wieder anfing an sich zu glauben, war gut. Schließlich brauchen viele Menschen in dieser Zeit Mut und jeder Unterstützung und wenn man dies teilt, dann kann auch jeder wieder ein Stückchen Hoffnung im Herzen tragen. Auf Steves Worte wegen dem Päckchen nickte ich zustimmend, man konnte es sehr wohl ein Stück gemeinsam tragen. Und ich würde mich jederzeit dazu bereiterklären.
Als wir dann in der Kneipe angekommen waren, war es nicht wirklich voll. Wie erwartet. Hier und da saßen ein paar ältere Herren an einem Tisch versammelt und redeten wohl über gute alte Zeiten oder spielten Karten. Ich lächelte, während Steve weitersprach. Das jüngere Publikum. Die Kinder mussten ihn wirklich angehimmelt haben. Es war gut, wenn die Kleinen auch ein wenig Hoffnung bekamen, durch den Captain, durch meinen besten Freund. Ich kann an dieser Stelle nur noch mal erwähnen, wie stolz ich immer auf ihn war und es bis heute nach wie vor bin. „Sich manchmal aufzulösen, wäre schon irgendwie interessant. Wie sich das anfühlen würde? Und woanders aufzutauchen…wo du grad von Howard sprichst. Ich bin mir sicher der erfindet das mal irgendwann. Sich aufzulösen und wieder zu erscheinen,“ ich grinste vor mich hin. Jetzt so unbeschwert zu reden, war gut. Für uns Beide. „Ich bin sicher, sein Kind wird ein Technikwunderkind wie er. Wenn es dann noch die Eigenschaft vererbt bekommt, so nett zu sein wie er, dann findet sein Kind sicher schnell viele Freunde,“ pflichtet ich ihm bei. Das ich später mal wirklich Howards Kind begegnen würde und dann auch noch, wenn auch noch unfreiwillig, auf Hydras Seite stehen würde, ahnte ich ja noch nicht. Als auch Steve sich kurz umsah, schritt er zur Theke. Ein schmunzeln konnte ich mir nicht verkneifen, bei all den verwunderten Blicken, die ihm plötzlich von den Tischen her folgten. Seine Kleidung war nach wie vor bei den Leuten bekannt, was auch sonst? Lächelnd setzte ich mich auf einen der Hocker an der Theke neben ihn und grinste verhalten. „Du hast hier Fans,“ erklärte ich ihm und blickte mich kurz zu einem Tisch um, an denen Leute ihre Karten für einen Moment haben sinken lassen, während der letzte am Tisch nun einwandfreie Sicht in die Karten hatte. „Für mich auch ein Bier,“ meinte ich dann, als die Bedienung die Bestellung von Steve aufnahm. „Baumfäller wäre durchaus ein interessanter Beruf. Nach unseren Einsätzen können wir uns ja mal umhören wer einen Cap als Baumfäller braucht, ich glaub einige wären da dabei. Besonders vor eine Sturm wie diesen,“ pflichtete ich ihm bei, während ich dann den Reisverschluss meiner Jacke öffnete, den ich wegen des Sturms draußen zugezogen hatte. Es war ein warmes, dämmriges Licht hier drinnen in dieser Kneipe. Da merkte man den Sturm draußen kaum mehr. Aus meiner Jackeninnentasche holte ich dann das Pergamentpapier und die Feder, die ich mitgenommen hatte um hier vielleicht weiterzuschreiben. Als beides auf der Theke lag hielt ich kurz inne und überlegte. „Ja, ich denke seit Hydra. Irgendwie bringt Hydra eine gewisse Dunkelheit mit sich, die so ein Gewitter auch mitbringt. So ein Blitz ist fast vergleichbar mit den grellen, blendenden Lampen in ihrer Isolierstation…“ Bevor auch nur meine rechte Hand, die auf dem Pergament ruhte, hätte anfangen können zu zittern, kramte ich damit auch schon erneut in meiner Jackeninnentasche. Ich wusste, dass ich sie irgendwo hatte. Kaum ein paar Sekunden später legte ich auch schon zwei Fotos auf die Theke neben dem Pergament. Eines davon zeigte Claire, dass andere waren zwei Jungs. Wer auch anders könnte das sein, als Steve und ich? Es musste an irgendeinem Sommer gewesen sein, welchen weis ich nicht mehr ganz genau. Es zeigte uns hintereinander herlaufen auf einer Wiese. Das war so ziemlich das einzige Foto, von dem ich weis, welches mein Vater damals gemacht hatte. Sonst waren wir eigentlich immer mit Steves Mum unterwegs oder in der Nähe von seinem Elternhaus und spielten dort. „War schon irgendwie eine miese Zeit auf dieser „Isolierstation“. Es gab Tage an denen mussten die mir irgendwelche Mittel gespritzt haben, da hatte ich die Hoffnung aus der Station rauszukommen, beinahe komplett verloren. An anderen Tagen war ich halbwegs da und bekam von den Gefangene mit, wie sie von Rettung sprachen, weil niemand so wirklich glauben wollte, dass wir da nicht mehr rauskommen…“ Ich betrachtete die beiden Fotos auf der Theke. „Ihre Mittel konnten aber mein Denken und Handeln nicht die ganze Zeit einschränken. Daher holte ich, wann immer ich die Möglichkeit hatte, diese beiden Fotos aus meiner Hosentasche. Claire…“ Ich deutete auf das eine Foto mit der jungen Dame. „…hab ich damals kennengelernt, als ich wegen den Trainingseinheiten nicht so oft hier sein konnte. Wenn ich Zeit hatte, trafen wir uns dann meistens hier. Den Tag bevor ich meinen Dienst in der 107ten antreten sollte, wollte ich sie eigentlich einladen, mit dir und mir auf diese Technikausstellung zu gehen. Aber an dem Tag war sie dann schon weg. Wohin weis ich bis heute nicht. Ihr Foto lies mich durchhalten, weil ich unbedingt wissen wollte, weshalb sie einfach ohne ein Wort gegangen war. Aber vor allem unser Foto hier…“ Ich tippte auf das Foto das eben Steve und mich auf der Wiese zeigte. „…lies mich diese schreckliche Zeit auf der Station durchhalten. Ich hab immer daran gedacht, dass ich nicht aufgegeben kann, schließlich konnte ich meinen besten Freund doch nicht allein lassen. Ich hab an den wunderschönen, sorglosen Tag damals gedacht, als dieses Foto entstanden war und ich bin so froh, dass ich es bei mir getragen hatte. Ich wüsste nicht, was ich ohne es getan hätte. Vielleicht wäre ich sonst in dieser Station gänzlich verrückt geworden. Als du dann gekommen bist…da wusste ich dann, dass alles gut werden würde,“ meinte ich, nahm dass Foto, welches Steve und mich zeigte, zwischen Daumen und Zeigefinger und reichte es an meinen langjährigen besten Freund. „Und genau deshalb sollst du es jetzt bei dir tragen. Damit du, solltest du mal gerade keine Menschen um dich haben die an dich glauben und nicht selbst den Glauben an dich verlierst, dich dann an diesen Tag zurückerinnerst und an mich denkst, denn ich werde immer an dich Glauben. In Ordnung?“ Nachdem ich Steve mit einem bittenden lächeln angesehen hatte, das Foto anzunehmen fügte ich hinzu. „Sollte ich mal weiter weg sein, was sicherlich nicht so schnell passiert, dann weis ich wenigstens, dass du etwas bei dir trägst, was dich daran erinnern lässt, dass immer Menschen an dich Glauben werden. Ich zweifel nicht daran, dass du auch nicht so daran Glauben könntest, aber vielleicht geht es mit einem Foto leichter…“ Damals in Hydras Gefangenschaft war dieses Foto für mich die größte Stütze, wenn meine Gedanken mal vernebelter waren, als ich angenommen hätte. Dann sah ich die Theke entlang. Das Bier würde wohl noch eine Weile auf sich warten lassen, da die Bedienung noch einen Rundgang zu umliegende Tische unternommen hatte. „Aber nun mal was anderes. Wie sieht es eigentlich mit dir und Miss Carter aus?“ fragte ich dann interessiert nach, wandte mich aber auch gleichzeitig der Feder zu.

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Re: Captain America und Bucky

Beitrag von Steven Rogers am Fr Apr 03, 2015 10:36 pm

" Ja Howard Stark ist so ein Genie. Das würde er bestimmt auch noch hinbekommen. Wer weiß. Vielleicht in 70 Jahren oder so. Die Technik und der Fortschritt werden durch ihn bestimmt angekurbelt. Eines Tages wird sein Name überall zu lesen sein. Das wäre im Kampf vielleicht ganz nützlich um die Gegner abzulenken und auszutricksen. Wenn wir wieder zurück sind an der Station muss ich mal darum bitte, dass Herr Stark sich daran setzt und so etwas versucht. Wer weiß. Vielleicht klappt es ja? Es wäre mir eine Ehre dabei sein zu dürfen!" das wäre es wirklich. Immerhin würde es ein großer Schritt für die Menschheit und die Technik sein. Wenn so ein Genie wie Howard Stark es nicht hin bekommt, dann gewiss auch kein anderer. " Ja. Sein Kind wird bestimmt später mal ein tolles Kind. Ob wir diesen Tag noch erleben dürfen? Wer weiß. Es ist Nichts unmöglich. Hoffentlich ist es dann positiv und nicht negativ!" Wenn ich wüsste, dass ich den Eren von Stark wirklich einmal persönlich kennen lernen würde, dann hätte ich gewiss nicht so gesprochen. Nun sah ich mich um und hob ein wenig verwirt die Hand. " Hey!" mehr sagte ich nicht und schon fanden mich alle ganz toll. Ich war auch froh, dass mich niemand mit Lebensmitteln bewarf. So etwas hörte man ja öfter. Auch wenn sie wenig vorhanden waren, so stellten manche Menschen komische Dinge damit an. " Ja es scheint so!" Dann wurden auch schon unsere Getränke geliefert und ich bedankte mich mit einer Geste bei ihm. " Baumfällen müsste ich dann nur noch erlernen!" erklärte ich dann und lächelte. dann kamen wir auf Hydra zu sprechen. " Aber die Murmel haben wir immer noch nicht gefunden!" kam es mir in den Sinn und ich wollte auch ein bisschen vom Thema ablenken. Nun zeigte Bucky mir Fotos. Auf einem erkannte ich uns sofort und lächelte. " Claire also? Sie ist hübsch und dass sind wir beide. Die Könige von Brooklyn. Was wir alles zusammen erlebt haben!" Es waren schon schöne Zeiten gewesen und die Ereignisse mit Bucky nahmen fast mein ganzes Leben ein. " Es war hier? Vielleicht hatte sie ja ihre Gründe oder musste zu Verwandten? Tut mir Leid ich verstehe die Frauenwelt manchmal nicht. Ich habe auch noch etwas, dass ich dir zeigen möchte!" Aus meinem Rucksack den ich bei mir trug, holte ich ein Medaillon heraus. " Schau mal....." Jeder würde denken, meine Eltern sind auf dem Bild zu sehen. waren sie zwar auch, aber dahinter war ein Bild von Bucky und mir. "....Ich trage uns immer bei mir und das Foto war das letzte bevor wir älter wurden und dann getrennte Wege gingen indem du zur Armee gegangen bist und ich versucht habe, hinein zu kommen! Deshalb solltest du deines behalten. Ich habe mein eigenes!" Nun nahm ich einen großen Schluck meines Getränkes. " Mrs. Carter? was soll mit uns beiden sein? Wir kennen uns!"
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Re: Captain America und Bucky

Beitrag von James Barnes am Sa Apr 04, 2015 12:18 pm

Ich lächelte. Die Murmel, ja die mussten wir noch irgendwann finden. Vielleicht sogar Morgen, wenn Steve bereit war, sein Elternhaus noch mal zu betreten. Aber eigentlich hatten wir alle Zeit der Welt, nun zumindest vertraute ich darauf, dass wir gegenseitig im Howling Commando so gut auf uns aufpassten, dass jeder von uns hier wieder nach Brooklyn zurück kommen würde. Auch wenn das ein naiver Gedanke war, denn es konnte immer etwas passieren, auch wenn man noch so gut aufeinander aufpasste. Manchmal war da eine Sekunde ausschlaggebend. Gut, dass ich jetzt noch nicht wusste, welch wenige Sekunden es brauchte um uns voneinander zu trennen. Das Steve mit der Murmel somit auch von Hydra ablenkte, da war ich ihm sehr dankbar. Ich hatte in letzter Zeit zu viel in meinen Gedanken bei Hydra verbracht, als das ich heute Abend noch in Gedanken mit Hydras Experimenten verbringen musste. Reichte schon, wenn mir Hydras Leute im Schlaf durch die Gedanken stolzierten mit irgendwelchen verrückten Ideen. Ich nickte, als Steve sich kurz über Claire äußerte. Sie war hübsch, wunderschön, freundlich, hilfsbereit, strahlendes lächeln...mir würde so viel über sie einfallen, aber das brachte sie mir auch nicht zurück. Wo auch immer sie jetzt war. Dann musste ich lachen. „Die Könige von Brooklyn. Wir haben schon Sachen gemacht! Wo es anderen Jungs zu nass war, sind wir einfach draußen im Regen herumspaziert, als wäre wärmster Sonnenschein.“ Ja, wir hatten wirklich viel zusammen unternommen. Gut die Hälfte davon waren blödsinnige Ideen, die meist auch damit endeten, dass unsere Kleidung am Ende des Tages vor Erde, Staub und allem möglichen nur so triefte, aber immerhin konnten wir sagen, dass wir auch wirklich alle Winkel und Ecken Brooklyns in und auswendig kannten.  Dann fragte Steve auch schon nach ob es hier gewesen war. Ich nickte mit einem lächeln an die Erinnerung, als wir uns das erste mal hier trafen. Eigentlich wusste ich noch damals selbst nicht, dass das hier eine Kneipe war. Ich war nur damals nach einer Trainingseinheit kurz zu meinen Eltern, welch ein Fehler. Von da aus bin ich schon nach weniger als einer halben Stunde dann durch die Straßen Brooklyns gewandert und war neugierig, was sich hinter dem Bücherladen befand. Dass ich dort die wahrscheinlich wirklich einzig wahr Liebe meines Lebens kennengelernt habe, hätte ich da damals noch nicht gedacht. Ich grinste bei Steves Worten. „Können wir überhaupt jemals die Frauenwelt verstehen? Ich glaube das wird ein ewiges Mysterium bleiben. Aber egal wo sie ist, sie hat mir ihre Adresse hinten auf ihr Foto geschrieben. Ihr Wohnort in Frankreich. Dorthin wollte sie mal zurück, nach dem sie hier ein paar Angelegenheiten geregelt hat. Ob sie wieder nach Frankreich gegangen ist…“ Ich überlegte kurz. „…keine Ahnung. Aber ich hoffe der Brief wird sie erreichen. Wenn ich ihn denn mal fertig hab.“ Interessiert blickte ich dann zu Steves Rucksack, als er erwähnte, dass er mir auch was zeigen müsse. Ich grinste, als ich das Medaillon sah, nein vielmehr als ich sowohl das Bild seiner Eltern als auch dann unser Bild erkennen konnte. Wie konnte ich denn annehmen, dass er nicht doch auch ein Bild von uns und von seinen Eltern herumtrug? Wenn einer von uns beiden am ehesten dazu veranlagt war, dann war er es. Ich nickte, als er somit auch erwähnte, dass ich mein Bild von uns behalten konnte und er sein eigenes hatte. „Dann verlier das Medaillon aber bloß nicht!“ meinte ich zu ihm, wobei ich doch genau wusste, dass er es nie verlieren würde. Zu wichtig war es ihm. Und ich hoffte auch, dass ich das Bild von mir und Steve und das von Claire nicht irgendwann verlieren würde. Wenn ich nur gewusst hätte, dass man mir die Bilder später absichtlich abnahm, damit ich keinen einzigen Halt mehr hatte. Vielleicht hätte ich sie dann woanders aufbewahrt, wo sie nicht so offensichtlich gewesen wären? „Wer hätte gedacht, dass der Idiot und der Trottel heute Abend hier sitzen und über Bilder plaudern würden“, meinte ich dann mit der Erinnerung an damals, als wir uns bei der Technikausstellung verabschiedet hatten, mit den selben Worten Idiot und Trottel, wobei beide Wörter nicht ernst gemeint waren. Das wussten wir beide. Ich hatte ihm damals noch abgeraten, sich weiter für einen posten in einer Einheit zu bewerben. Die Ärzte hätten ihm doch alle eine absage gemacht, weiterhin. Und das doch nur zu seinem besten. Ich war damals wirklich ein Trottel. Ich konnte ihn ja irgendwo verstehen und dann auch wieder nicht. Aber er wollte doch nur seinem Land dienen, seinen Vater stolz machen. So wie ich meinem Vater versprochen hatte, ihn stolz zu machen, wenn schon er damals seinem Land nicht dienen konnte. Jetzt, nach alle dem was wir bisher erlebt hatten, verstand ich ihn und trotzdem wünschte ich mir, dass all das nicht passiert wäre. Der Kampf gegen Hydra zu irgendeinem Frieden forderte, wie Steve es schon erwähnt hatte, genügend Tote. Reichte es nicht langsam? Hoffentlich würde es sich bessern, wenn wir Hydra dem Erdboden gleich gemacht hätten. Und da war ich auch schon wieder bei Hydra…und genau von diesen Gedanken wollte ich heute Abend weg. Also wandte ich mich dem Brief wieder zu und gab ein kurzes dankendes Nicken an den, der unsere Getränke gebracht hatte. Ich nahm die Feder in die Hand und blickte erneut auf die zwei wenigen Worte auf dem Pergament. Waren Worte eigentlich stark genug, um zum Ausdruck zu bringen, was ich für sie fühlte? Ich wünschte ich könnte sie wieder sehen. Einfach so in den Arm nehmen, ohne ein Wort. Tja, das konnte ich aber nun mal nicht. Ich beobachtete kurz, wie mein Freund ein Schluck seines Getränks nahm und dann seine Antwort auf meine Frage, wie es den mit ihm und Miss Carter aussah, unwissend abgab. Ich grinste erneut in mich hinein. „Ach komm schon, du willst mir doch nicht erzählen, dass du nichts für sie empfindest, oder? Immerhin scheint sie an dich interessiert zu sein, wenn ich mich da an euer Gespräch damals in der Kneipe erinnere, während du das Howling Commando zusammenstellen wolltest,“ erwähnte ich so ganz nebenbei, während ich auf das fast leere Blatt Pergament blickte. Ich konnte mir gut Vorstellen, dass Miss Carter ehrliches Interesse hatte und nicht nur ein „Fan-Mädchen“ seiner damaligen Shows war. Wenn jemand meinen besten Freund verdient hatte, dann diese unerschütterliche, sympathische Frau. Mein Blick fiel kurz auf meine alte, nicht besonders große Reisetasche, die ich neben die Theke hatte fallen lassen. Stimmt, wir brauchten ja noch eine Unterkunft für die Nacht. Zu Steves Elternhaus zurück, wäre unklug, schließlich sollte er erst mal Abstand zu seinen Erinnerungen gewinnen. Zu mir nach Hause? Wohl eher weniger. Auch wenn ich Steve mittlerweile recht gab, dass ich meine Eltern wirklich eher heute hätte Besuchen sollen. Ob sie sich wirklich um mich sorgten? Vater bestimmt, aber Mutter? Naja, ich denke Claire hatte mal erwähnt, dass hier auch ein paar Zimmer zur Verfügung standen. Vielleicht lies sich hier noch was finden. Nicht schon wieder….ich komm wieder ab von meinem eigentlichen Vorhaben diesen Brief zu schreiben. Mit eiserner Miene wandte ich mich also diesem Brief zu, nahm einen kurzen Schluck von meinem Bier und schrieb dann einfach mal ein paar Sätze unter die ersten beiden Worte:

Liebe Claire,

Eigentlich fallen mir immer irgendwelche Worte ein. Aber zurzeit fehlen mir die Worte. Es ist viel passiert, seit wir uns das letzte Mal gesehen haben. Womit fange ich also an? Während ich dir diesen Brief hier verfasse, sitze ich in unserer alten Kneipe, hinter Nannys Bücherladen. Kannst du dich noch an unser erstes Treffen erinnern? Ich hätte damals gedacht, sollten wir uns mal aus den Augen verlieren, dass wir dann wüssten, wo wir den jeweiligen anderen wieder antreffen könnten-

Ich stoppte. Wie weiter? Ich überflog noch mal die Zeilen, klang das nicht irgendwie…naja, um den heißen Brei herumgeredet? Ich blickte auf, wahrscheinlich auch nur wieder um Zeit zu schinden. Kurz besah ich mir die wenigen Kneipenbesucher, die noch ganz hin und weg von Steves kurzem Gruß waren. Dennoch schienen sie wieder ihre Gespräche, mit einem kurzen Blick hin und wieder zu uns, fortzusetzen. „Wenn dieser Brief hier fertig ist, musst du ihn lesen. Deine Meinung dazu ist mir wichtig, ja?“ fragte ich Steve dann, nachdem ich mich von den wenigen Kneipenbesuchern abgewandt hatte. Da kaum einer von uns die Frauenwelt wirklich verstand, war es doch besser, wenn sich zwei Verständnislose zusammen taten.

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Re: Captain America und Bucky

Beitrag von Steven Rogers am Mo Apr 06, 2015 11:28 am

Vielleicht war es wirklich naiv, aber dennoch hatte auch ich die Hoffnung, dass wir alle heil durch die Hydrastationen und den Krieg boxen würden. Immerhin war ich für die Männer verantwortlich und egal was auch passieren würde, wir lassen keinen Mann zurück. Da wartete eine Menge Arbeit auf uns, aber ich wusste, dass wir diese schon meistern würden. Bucky und ich zusammen würden es schon schaffen. dessen war ich mir wirklich sicher. Nun sah ich zu meinem besten Freund und lächelte. " Sonnenschein. Nein wie ekelig. Die anderen Kinder waren es nur einfach nicht gewohnt bei Wind und Wetter etwas zu unternehmen, aber wir haben dadurch dann auch die besseren Abwehrkräfte und werden weniger krank. Einer der wenigen Vorteile die uns Brooklyn gebracht hatte. Wer braucht denn Sonnenschein, wenn er Regen haben kann? Vermutlich ist keiner mehr so waghalsig hier, wie wir damals wenn man es denn so nennen kann!" Ach ja. Die Erinnerungen an damals, kamen wieder hoch und ich musste dann doch lächeln. Es war eine schöne Zeit die Bucky und ich zusammen verbracht hatten. In jeder freien Minute die uns zur Verfügung gestanden hatte, waren wir unterwegs und haben uns von niemanden ablenken lassen. " Ich fürchte die Frauenwelt ist ein unerforschtes Mysterium, dass man wahrscheinlich nie, beleuchten kann. Sie bleiben uns immer ein Rätsel, aber ich bin auch der Meinung, dass sie uns ergänzen. Wir sind zwei Seiten einer Medaille und  beide Teile sind erforderlich, um ein großes Ganzes zu bekommen. Wir sollten sie ehren und sie sollten uns ehren!" Jetzt kam mal wieder bei mir der große Redner heraus. Mittlerweile musste ich es ja gewohnt sein oder nicht? Ich kann mich noch daran erinnern, wie es war als ich mit den Shows angefangen habe. Damals noch hatte ich alle Zettel in mein Schild geklebt, damit ich auch ja meine Worte nicht vergessen, aber mit jedem mal wurde es besser und irgendwann habe ich sie dann nicht mehr gebraucht. " Ich denke sie wird gute Gründe gehabt haben Bucky. Wenn der Krieg gewonnen ist, dann fahren wir beide nach Frankreich, was hälst du davon?" Schon hatte ich einen meiner Arme um die Schultern meines besten Freundes gelegt. Ich hielt es für eine gute Idee, doch da konnte ich noch nicht ahnen, dass es niemals so sein würde und wir beide uns für eine verdammt lange Zeit nicht sehen. Nun meinte Bucky ist sollte das Medaillon nicht verlieren. " Keine Bange. Ich passe darauf auf. Es ist mein größter Schatz und diesen werde ich beschützen. Komme was da wolle! natürlich würde ich dich auch beschützen ohne Frage!" grinste ich dann und nahm einen großen Schluck von meinem Bier. Es war gut. Vielleicht sollte ich nach dem der Krieg vorbei ist, öfters hier her kommen. Am besten noch zusammen mit Bucky und wer weiß. Vielleicht finde ich dann ja eine Frau. Nun schossen meine Gedanken zu Agent Carter. So wirklich wusste ich nicht wie ich zu ihr stand. War es so offensichtlich, dass wird beide uns zu mögen scheinen, dass selbst Bucky mich vorhin darauf angesprochen hatte? Beim letzten größeren Treffen mit Peggy, wo ich mein Commando zusammengestellt habe, da hatte ich eher den Eindruck als wollte Bucky etwas von ihr und nahm es umso schwerer, dass sie ihn wie Luft behandelte. Bucky war schon super und ich wünschte mir für ihn viel Glück, was die Sache mit Claire anging. Man konnte nur Vermutungen anstellen, aber sie wird schon ihre Gründe haben, warum sie gegangen ist. Vielleicht wartet sie auf das Ende des Krieges und hat sich deshalb in Sicherheit gebracht? Keine Ahnung. Wer wusste es schon? Jedoch konnte ich mir vorstellen, dass dieser Gedanke meinen besten Freund nicht los ließ. " Du bist immer noch ein Trottel und Agent Carter hat sich mit mir ganz normal unterhalten. Hast du denn schon herausgefunden, ob sie eine Freundin hat?" neckte ich ihn dann etwas. " Was sollen sie und ich denn füreinander fühlen? Sie ist ein Agent und ich bin ein Captain. Ich weiß noch wo sie damals meinte, dass ich ihr keine Befehle zu geben hatte und darauf meinte ich, dass ich es tun kann, weil ich ein Captain bin. Das war kurz bevor ich aus dem Flugzeug gesprungen bin und die 107te befreit hatte. Kannst du dich noch an die Gesichter erinnern, als wir wieder ins Lager gekommen sind? So kommt man um ein Disziplinarverfahren herum!" Hach ja. Es waren schon Zeiten gewesen. Nun wandte sich Bucky wieder dem Brief zu und ich nickte. " Klar schaue ich mal drüber. warum denn auch nicht?" Da viel mir ein, dass ich selber noch einen solchen zu lesen hatten. Von meiner Mutter an meinen Vater.
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